Paula

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Über mich

Ich bin Paula.

Mein Leben war immer im gleichen Rhythmus. Ich hatte mein Frauchen, ich hatte mein Zuhause, meinen Alltag. Jahrein, Jahraus. Von alldem ist nichts mehr übrig, außer dem Fragezeichen in meinem Kopf.
Alles begann, als mich eine dieser Blechkisten angefahren hat. Höllische Schmerzen hatte ich und laufen konnte ich auch nicht mehr, mein eines Hinterbein wollte einfach nicht mehr mitlaufen. Mein Frauchen brachte mich zum Tierheim Help Labus in Galati. Sie gab mich dort ab, damit sich die lieben Mädels dort mit einem netten Doc um mich kümmern. Schnell waren die Schmerzen weg und auch mein Hinterbein heilte gut. Bis es ganz heil war, konnte ich sogar rumlaufen, ja, sagen wir mal, rumhumpeln. Sie hatten so etwas darum gemacht, dass ich hinten nichts bewegen konnte. Es war ein bisschen mühsam mit Hinlegen und Sitzen, ging halt nicht, aber ich nahm wieder am Leben teil.
Jeden Tag dachte ich, Frauchen kann mich doch jetzt wieder abholen, es geht mir doch besser. Aber sie kam nicht. Es wurde oft hell und wieder dunkel, die Sonne schien an einem Tag und an einem anderen regnete es. Aber sie kam nicht. Eines Tages war ich wieder beim Doc und er nahm dieses starre Ding ab, untersuchte mich und sagte: Prima, alles gut, du kannst jetzt wieder alleine laufen. Ja toll, für ihn war alles gut, er hatte mich gesund gemacht und alles gut, aber für mich war gar nichts gut, denn Frauchen war immer noch nicht gekommen. Aber jetzt, wo ich wieder alleine laufen kann, da musste sie doch kommen, jetzt gab es doch keinen Grund mehr, mich hierzulassen.
Es wurde wieder hell und dunkel, die Sonne schien und der Regen viel, aber Frauchen kam und kam und kam nicht. Mittlerweile habe ich die Hoffnung aufgegeben. Ich lebe jetzt hier im Gehege mit den anderen und frage mich, ob ich je wieder in einem Haus leben, auf einem weichen Sofa liegen, gekrault, Sonntags den Tatort schauen, durch des Wald spazieren werde und Frauchen mir etwas Leckeres kocht.

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