Handicap, na und?

Liebe Tierfreunde,

in dieser Rubrik möchten sich unsere Fellchen mit Handicap vorstellen und ihre Geschichte erzählen. Sie finden hier Hunde und Katzen, Zuhause gesucht und Zuhause gefunden, Behinderungen jeglicher Art. Wir möchten auch diesen Fellchen die Chance geben, zu zeigen, dass es unter dem Strich keinen großen Unterschied macht, ob man mit drei oder vier Beinen Liebe verschenkt oder man nicht sieht, wer einem das Leben gerettet hat.

Lassen sie sich inspirieren von den Erlebnissen dieser Fellchen und vielleicht vergessen sie ihre Berührungsängste. Es wird sich lohnen, ganz sicher!

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Sansa (geb. 16.03.2016, 58cm) - Zuhause gesucht

Hallo, mein Name ist Sansa und ich möchte euch hier meine Geschichte erzählen:

Ich war mein Leben lang ein Hofhund, der seine Arbeit brav erledigt hat, damit mein Mensch, der mich füttert, auch stolz auf mich ist. Eines Tages habe ich mir das Bein bei der Arbeit verletzt. Mein Mensch hat aber gesagt, dass wäre nicht so schlimm und hat nichts unternommen. Und so vergingen die Tage und ich habe tapfer weiter meine Arbeit gemacht, bis zu dem Zeitpunkt, wo ich vor lauter Schmerzen meine Arbeit nicht mehr machen konnte, da mein Bein so unglaublich weh tat und sogar schon zu faulen anfing. Als mein Mensch das realisierte, hat er mich ins Auto gepackt und ich dachte, danke, dass Du mir hilfst. Zu meinem Entsetzen tat er dies aber nicht, sondern hat mich irgendwo aus dem Auto geworfen und ist verschwunden. Mein Mensch, dem ich so lange gedient habe, hat mich im Stich gelassen.

Ich dachte, jetzt ist es vorbei. Aber so eigenartig sich das anhört, aus meiner Leidensgeschichte wurde ab diesem Zeitpunkt eine Geschichte mir Herz. Denn ein guter Mensch hat den Vorgang beobachtet und gleich Tierschützer gerufen, die dann auch sofort gekommen sind, nur für mich! Man hat mich vorsichtig wieder in ein Auto gepackt und mit fliegenden Fahnen in die Tierklinik gebracht. Dort hat man festgestellt, dass es leider viel zu spät war, um mein Bein noch zu retten.

Aber hey, letzen Endes egal, ich habe es geschafft. Nun wohne ich im Tierheim, mit vielen Freunden; vielen mit Geschichten wie meiner. Wir haben alle ein Dach über den Kopf, jeden Tag etwas zu essen und Menschen, die sogar Zeit haben mit uns ab und an zu schmusen und zu spielen.

Und obwohl das jetzt schon mehr ist, als ich bisher hatte, wünsche ich mir nichts mehr, als einen guten Menschen für mich ganz alleine. Dem ich zeigen kann, wie gerne ich Dinge lerne, wie verschmust ich wirklich bin, wie anständig ich mit anderen Hunden umgehe und wie viel Spaß man selbst mit nur drei Beinen haben kann. Jemande, der Verständnis hat, dass manchmal alles etwas langsamer geht oder dass ich schon noch das eine oder andere lernen muss. Diesen Jemand würde ich all meine Liebe, Zuneigung, Freude und Treue schenken.

Danke, dass ihr euch kurz die Zeit genommen habt, meine Geschichte zu lesen und vielleicht, ja vielleicht habe ich so die Chance, mein Für-immer-Körbchen zu finden!

Eure Sansa

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Betty (ehem. Bakari) - Zuhause gefunden

Hallo, mein Name ist Betty (ehem. Bakari) und ich möchte euch hier meine Geschichte erzählen:

ja, was soll ich sagen, mein Start ins Leben war wahrlich nichts für schwache Gemüter. Als wäre es nicht schon ausreichend gewesen, auf der Straße irgendwo in Rumänien auf die Welt zu kommen, nein, für mich hatte das Schicksal noch viel größere Hürden geplant. Mit gerade mal ein wenig über 2 Monaten habe ich mich verlaufen, war verängstigt auf der Suche nach meiner Mama und Futter. Ich kannte und konnte ja noch nichts alleine. Deshalb wußte ich auch nicht, daß Bahntrassen gefährlich sind. Und so kam, was kommen musste, ich wurde vom Zug erfasst.

Eine ganze Nacht lang lag ich da und weinte, weil mir meine vorderen Beine so weh taten. Am nächsten Tag fand mich eine Tierschützerin und hat mich sofort in eine Klinik gebracht. Dort wurde ich sofort not operiert, aber es sah wirklich finster aus. Den mein eines Beinchen konnte nicht mehr gerettet werden und wurde abgenommen, das andere war gebrochen. Diese lieben Menschen um mich herum, die mir so sehr geholfen haben, dachten, ich verstehe sie nicht, wenn sie hinter vorgehaltener Hand geflüstert haben, dass man sich nicht sicher ist, ob ich es schaffe und selbst wenn, die Chancen gegen null gehen, dass ich ein Zuhause finde. Wer will den schon einen Hund im Rollstuhl! Deshalb habe ich jede Nacht, wenn ich ganz ruhig in meinem Körbchen gelegen war, mir ganz leise gesagt: ich schaff das! Ich finde jemanden, der mich lieb hat! Ich schaff das!

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Und jetzt, schaut mich an. Nur 4 Monate später hat sich mein Leben vollkommen auf den Kopf gestellt. Den ich habe nicht locker gelassen und gekämpft. Deshalb ist mein verbliebenes Vorderbein auch optimal verheilt! Und um das Ganze noch rund zu machen, habe ich tatsächlich eine Familie gefunden, die mich ohne wenn und aber adoptiert und lieb hat! Eine richtige Familie mit Frauchen, Herrchen und einem großen Bruder, ganz für mich alleine. Was soll ich sagen, ganz egal, wie viel das Schicksal für uns geplant hat, es ist nie mehr, als man schaffen kann. Das weiß ich nun und bin dankbar für all die Menschen, denen ich es verdanke, nun da zu sein, wo ich bin!

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Henry (1 Jahr) - Zuhause gefunden

Hallo, mein Name ist Henry und ich möchte euch hier meine Geschichte erzählen:

Ich hab keine Ahnung, wo genau ich geboren wurde. Vermutlich aber auf der Straße, da ich ehrlich gesagt, nichts anderes kenne. Auch weiß ich überhaupt nicht, wo meine Mama abgeblieben ist, geschweige denn meine Geschwister, sollte ich eine gehabt haben. Und so kämpfte ich mich Tag für Tag als Straßenkatze durch, was, wenn man so jung ist, echt nicht einfach ist. Und eines Tages passierte etwas so schreckliches, dass ich es verdrängt habe! Das einzige, was ich euch sagen kann, dass mein Leben urplötzlich nur aus Schmerzen bestand und ich mich nicht mehr bewegen konnte. Das war so, so schlimm!

Aber ich hatte Glück im Unglück, denn mich fand ein Spaziergänger, der mich sofort zu einem Verein namens Animal Life Sibiu gebracht hat. Ich muss euch sagen, da sind ganz viele Menschen, die alle so nett und besorgt sind. Als würden sie den ganzen Tag nichts anderes machen, haben sie mich sofort untersucht. Dann habe ich einen Filmriss, aber als ich wieder realisiert habe, wo ich bin, hab ich sofort gemerkt, dass meine Schmerzen so gut wie weg waren. Die netten Menschen erzählten mir, dass ich einen komplizierten Bruch hatte, den sie aber so gut wie nur möglich gerichtet haben. Tja aber irgendwas ist ja immer, denn leider darf ich ab sofort meine Abenteuer nur in der Wohnung erleben, da meine Bewegungsfreiheit ein wenig eingeschränkt sein wird. Das, haben sie mir erzählt, ist für meine neuen Menschen, ganz wichtig zu wissen, damit mir nicht noch einmal etwas so Schlimmes passiert!

Und jetzt sitze ich erwartungsvoll hier und warte darauf, dass irgendwo jemand mein Mensch werden möchte. Der mich lieb hat, auch wenn der Hüftschwung recht einseitig ausfällt. Diesem Menschen verspreche ist, dass ich ihm ein treuter Begleiter sein werde, immer, Zeit meines Lebens! Und was soll ich euch sagen, es hat funktioniert. Ich habe meinen Menschen gefunden!

Euer Henry

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Nena (5 Jahre) - Zuhause gesucht

Hallo, mein Name ist Nena und ich möchte euch hier meine Geschichte erzählen:

es fällt mir schwer, meine Geschichte zu erzählen, den obwohl ich schon 5 Jahre alt bin, habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht. Am schlimmsten waren die mit den Hundefängern. Dazu kommt noch, dass ich irgendwo in den 5 Jahren eines meiner Beinchen verloren habe. Ich weiß nicht mehr wo und wann, ist wahrscheinlich auch besser so. Diese ganzen Erfahrungen haben mich ein wenig zurückhaltend und ängstlich gemacht!

Wenn ich ehrlich sein soll, genau genommen nervt es mich, dass ich so geworden bin. Denn inzwischen wohne ich bei Animal Life Sibiu und kann spüren, dass nicht alle Menschen schlecht sind. Ich genieße es, Zuneigung zu bekommen und auch zu verteilen, mit meinen Artgenossen zu spielen, ja sogar an der Leine laufen habe ich schon probiert. Aber diese Ängstlichkeit schaffe ich einfach nicht, alleine zu bewältigen.

Die netten Mensch hier haben mir erzählt, dass es draußen Tierfreunde gibt, die damit Erfahrung haben und mir mit Liebe und Geduld beibringen könnten, dass das Leben aus tagtäglichem Spaß, Liebe und Freude bestehen kann. Deshalb stehe ich jeden Tag auf und denke ganz fest daran, dass so ein Tierfreund mich irgendwann hier entdeckt, mich zu sich holt und mir ein Körbchen schenkt!

Eure Nena

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Nikan (5 Monate) - Zuhause gesucht

UPDATE - Zuhause gefunden -

Hallo, mein Name ist Nikan und ich möchte euch hier meine Geschichte erzählen:

ich kann mir gut vorstellen, dass der eine oder andere, der mein Bild sieht, das Schmunzeln anfängt, weil sonderlich schick sehe ich im Moment nicht aus. Die Hälfte meines Felles ist wegrasiert und dann auch noch bunt bemalt. Aber ich muss euch sagen, ich sehe gerne so aus, weil es für mich bedeutet, dass ich endlich nicht mehr leiden und Schmerzen haben muss. Irgend jemand hat mich auf der Straße gefunden, schwer verletzt und halb tot vor Schmerzen. Dieser Jemand hat mich sofort zu einem Menschen gebracht, der erkannt hat, dass ich ohne Notoperation nicht überlebe. Und so bin ich hier bei Animal Life Sibiu gelandet. Warum ich so eine furchtbar schreckliche Fraktur hatte, werden wir wohl nie erfahren und ganz ehrlich, möchte ich auch nicht. Denn der Vergangenheit hinter her zu rennen, bringt einen nicht weiter. Und deshalb freue ich mich jeden Tag auf´s Neue, dass ich überlebt habe, mich liebe Menschen gefunden und gerettet haben. Diese Menschen haben mir auch erzählt, dass es ganz toll ist, dass ich FIV/felv und Corona negativ bin und mich mit allen Katzen super verstehe. Da gibt es wohl noch etwas anderes, was sich Hund nennt. Ob ich die mag, weiß ich nicht, könnte man aber ganz schnell heraus finden, wenn das jemand wissen möchte.

Ja, wenn das jemand wissen möchte. Das sind wohl dann Menschen, die genau so toll sind, wie die hier vor Ort, die aber noch mehr Zeit für mich haben, sich um mich kümmern und mich lieb haben würden und vollstes Verständnis dafür haben würden, dass ich nur in der Wohnung Abenteuer erleben darf, da ich durch die Verletzung etwas eingeschränkt in meiner Beweglichkeit sein werde. So ein Mensch für mich ganz alleine wäre toll. Denn ich heiße Nikan und Nikan bedeutet Freund und das wäre ich meinem Menschen, immer und von ganzem Herzen sein bester Freund!!!

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Janis (ca. 10 Monate) - Zuhause gefunden

Hallo, mein Name ist Janis und ich möchte euch hier meine Geschichte erzählen:

Tja und leider habe ich nicht viel zu erzählen. Denn mein Problem ist, ich bin taub und zwar auf beiden Ohren zu 100% taub. Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, dass es sehr schwierig ist, so durch den Tag zu kommen ohne jemanden, an dem ich  mich orientieren kann. Ganz liebe Tierschützer haben mich auf der Straße an einer Bushaltestelle gefunden, mich mitgenommen und mich von dem ganzen Ungeziefer befreit, das man sich auf der Straße so einfängt und mir ein warmes Zuhause gegeben. Sie haben auch Tests mit mir gemacht und ich wäre wohl negativ auf felv/Corona und FIV, was wohl ganz toll wäre. Also wenn ich das richtig mitbekommen habe, denn Lippenlesen bei Zweibeinern ist gar nicht so einfach. Deshalb ist es wichtig, dass ich einen Menschen finde, der es akzeptiert, dass ich nur in den vier Wänden leben darf. So kann verhindert werden, dass mir wegen meiner Taubheit etwas passiert.

Und nun sitze ich hier und denke darüber nach, ob es denn wirklich irgendwo jemanden gibt, der mich mag, wie ich bin. Ja, ich bin taub, aber ich brauche nicht hören zu können, um meinem Menschen zu zeigen, wie sehr ich ihn lieb hab!! Man braucht kein Gehör, um dankbar, glücklich und lebensfroh zu sein. Das würde ich gerne und von ganzem Herzen jemandem zeigen!

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Unsere lebensfrohe Susi (2 Jahre) - Zuhause gesucht -

UPDATE - Zuhause gefunden -

Hallo, mein Name ist Susi und ich möchte euch hier meine Geschichte erzählen:

also ehrlich, ich kann euch sagen, manchmal spielt das Leben einem ganz schön mit. Ich wohnte auf einer Baustelle. Ab und an haben auch andere kurz da gewohnt und wir kamen zusammen ganz gut zurecht. Aber irgendwann haben die Menschen, die auf dieser Baustelle gearbeitet haben, beschlossen, mich zu vergiften. Zu meinem Glück haben Tierschützer von Amimal Life Sibiu das mitbekommen, ganz schnell geschaltet und mich abgeholt, bevor es zu spät war.

So wurde ich in Sicherheit gebracht und wohne jetzt in diesem Tierheim. Ist eigentlich ganz schön da. Muss mich selbst um nichts kümmern, bekomme Futter, habe ein Dach über den Kopf und muss nicht mehr frieren. Und ich war mir ganz sicher, dass ich ganz schnell ein eigenes Zuhause finde, wo es noch viel, viel toller ist.

Ja und jetzt das .... Vor ein paar Tagen konnte ich nicht mehr richtig laufen und der liebe Doktor hat mich gleich untersucht und musste feststellen, dass ich eine Femurkopfresektion brauche. Super, jetzt wird es wahrscheinlich nicht mehr so einfach, ein Körbchen zu finden. Denn es besteht ja die Möglichkeit, dass ich nicht mehr ganz so beweglich bin oder am Ende gar nicht raus sollte, damit mir nichts passiert. Die lieben Mensch hier haben mir aber erzählt, dass es dort draußen durchaus Zweibeiner gibt, die auch so Katzen wie mich lieb haben! Hm, bist Du das vielleicht? Oder Du?

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Pollux (5 Monate, SH ca. 60cm) - Zuhause gesucht

UPDATE - Zuhause gefunden -

Hallo, mein Name ist Pollux und ich möchte euch hier meine Geschichte erzählen:

ich bin ja wirklich noch nicht lange auf dieser Welt, aber was man in der kurzen Zeit schon erleben kann, ich sag es euch. Ich musste mich eh jeden Tag auf der Straße durchkämpfen und dann wurde ich von einem Auto angefahren. Und der Mensch hat mich einfach liegen lassen, irgendwo an der Straße!! Einfach so und weg war er. Und ich lag da, hatte Schmerzen und Angst, wußte nicht mehr ein noch aus. Lange Zeit passierte gar nichts! Und dann kam ein ganz, ganz lieber Mensch. Die hat mich sofort eingepackt und zu anderen ganz lieben Menschen gebracht bei Animal Life. Die haben mich auch sofort untersucht und operiert. Blöd ist jetzt nur, dass es so lange gedauert hat, bis ich gefunden wurde. Deshalb konnte der Arzt mein Becken nicht mehr so richtig heil machen. Aber, die sagen hier, dass das jetzt nicht ganz so schlimm ist, da ich beide Hinterläufe benutzen kann, allerdings nur hüpfend gleichzeitig und ich keine Schmerzen habe. Ich habe schon mit bekommen, dass es dort draußen Menschen gibt, die Hunde wie mich toll finden. Na und mal ganz ehrlich, dieser Bewegungsablauf macht mich auch zu etwas besonderem, ja, etwas ganz besonderem. Deshalb steh ich jeden Tag motiviert auf, hüpf fröhlich durch den Tag und bin mir sicher, dass mein Mensch schon dort draußen irgendwo ist und mich nur noch finden muss!

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 Unser Benito (ca. 2 Jahre ) - Zuhause gesucht -

Hallo, mein Name ist Benito und ich möchte euch hier meine Geschichte erzählen:

das Leben spielt einem manchmal wirklich übel mit. Als Straßenkatze hat man es wirklich schwer. So viele Gefahren und diese ständige Angst, dass man kein Futter findet oder sich verletzen könnte. Denn ganz ehrlich, hat man sich auf der Straße erst einmal eine Verletzung eingefangen, dann kann man einpacken. Da hat man fast keine Chance mehr, zu überleben. Na klar und was passiert? Ich habe mich ganz übel an meinem Schwanz verletzt. Und die Verletzung wurde immer schlimmer und schlimmer, bis der Schwanz sogar schon begonnen hat, abzusterben. Aber was soll ich sagen, ich hatte doch ernsthaft soviel Glück, dass mit jemand gefunden hat. Und das beste war, dass es auch noch jemand von Animal Life Sibiu war, der mich sofort eingepackt und zum Arzt gebracht hat. Dort stellte man fest, dass mein Schwanz leider nicht mehr zu retten war. Deshalb haben sie ihn mir kurzer Hand abgenommen. So hatte ich wenigstens eine Chance zu überleben. Und seht mich an, ich habe es geschafft und bin so hübsch wie eh und je. Das ich keinen Schwanz mehr habe, macht mich zu etwas besonderem und jeder, der mich sieht, weiß, was ich alles geschafft habe. Das einzige, was jetzt noch zu meinem Glück fehlt, ist jemand, der ein Körbchen für mich frei hat. Der mich lieb hat so wie ich bin, mit all meinen Besonderheiten!!! Das wünsche ich mir und bin sicher, dass es jemanden gibt, er muss mich nur noch finden!!!

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Unser Champ (ca. 4 Jahre) - Zuhause gesucht -

Hallo, mein Name ist Champ und ich möchte euch hier meine Geschichte erzählen:

ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Das Leben auf der Straße ist echt manchmal schreckling! Es ist anstrengend und mit jedem Jahr, das vergeht, wird es mühseliger. Auch mich hat man mit einer schlimmen Wunde am Schwanz gefunden, aber im Gegensatz zu Benito hatte ich das Glück, dass die Verletzung noch nicht ganz so schlimm war, deshalb durfte ich meinen Schwanz behalten. Aber leider haben die lieben Menschen bei Animal Life Sibiu festgestellt, dass ich FIV und Corona positiv bin. Das ist wirklich blöd, weil es die Aussicht, auf ein Für-immer-Zuhause schwierig macht. Die Menschen versuchen, mir gut zuzureden. Sie sagen, dass ist nicht der Weltuntergang. Mein neuer Mensch müsste darauf achten, dass ich nur in der Wohnung bleibe, um andere Kollegen nicht anzustecken und entweder als Einzelkatze oder mit einem Artgenossen, der das selbe Schicksal teilt. Dann wäre das alles kein Problem!! Ja, das sagen die hier so leicht und so richtig teilen kann ich diese Euphorie im Moment noch nicht. Die Erschöpfung wegen den ganzen Strapazen setzt mir schon noch ein wenig zu. Aber mit jedem Tag, der vergeht, wird es besser und ganz ehrlich, die positive Energie dieser Menschen hier ist schon auch ein wenig ansteckend!! Die lassen einfach nicht locker. Naja, vielleicht habe ich ja doch noch Glück, dass genau der eine Mensch, der kein Problem mit meiner Krankheit hat, jetzt gerade meine Geschichte liest und sich dazu entscheidet, dass genau ich sein Begleiter für´s Leben werden soll!

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Unsere Ämy (ca. 6 Monate, SH ca. 50cm) - Zuhause gefunden -

Hallo, mein Name ist Ämy und ich möchte euch hier meine Geschichte erzählen:

Es gab dort draußen in der großen weiten Welt wohl einmal einen ganz, ganz schlauen Mann der Dalai Lama hieß und sagte:

"Die schwierigste Zeit in unserem Leben ist die beste Gelegenheit, innere Stäre zu entwickeln"

Leute, auch wenn ich wirklich noch klein bin und definitiv noch nichts von der Welt gesehen habe, so kann ich doch mit Fug und Recht sagen, dass der Typ ja sowas von recht hat. Mein Gedächtnis lässt mich im Stich, wenn es darum geht, was genau passiert ist. Ich weiß nur, dass mich irgend etwas mit so einer Wucht getroffen hat, dass ich im Straßengraben landete. Dort fand mich ein Mensch, der so lieb war und mich gleich zum Tierarzt gebracht hat. Dann weiß ich wieder nichts mehr. Aber als ich wieder aufgewacht bin, hat der Mensch mir erzählt, dass mein eines Hinterbein zertrümmert war und es ihm sehr, sehr leid tut, dass er es nicht retten konnte.

Ok, es wäre gelogen, wenn ich nicht ein paar Tage darüber nachdenken musste. Aber dann habe ich beschlossen, egal, was soll es? Ich lass mir doch wegen so einer Kleinigkeit nicht das Abenteuer meines Lebens entgehen. Es ist so spannend, jeden Tag Neues zu entdecken, mit meinen Kumpels über die Wiese zu fetzen, herumzuspringen und mich einfach zu freuen, dass ich lebe. Aber was meinen Tag immer wieder besonders macht, ist, wenn ein Mensch sich Zeit für mich nimmt und mit mir kuschelt. Leute, dass macht den Tag rund!!!

Deshalb wünsche ich mir jeden Tag, bevor ich in die Welt springe, einen Menschen, der mich findet und mich zu sich holt. Versteht, dass meine Welt besonders spannend ist, die Herausforderungen besonders aufregend sind. Der die Energie hat, mit mir mitzuhalten, sich von meiner unbändigen Lebensfreude anstecken lässt. Der sich nicht von meiner Behinderung abschrecken lässt, der genau deshalb denkt, ich wäre etwas besonderes und mir genau deshalb seine ganze Liebe schenkt, mir ganz alleine!!!

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Unsere anhängliche Kuka ( ca. 11.01.18, SH ca. 60cm, kastriert) - Zuhause gesucht -

Hallo, mein Name ist Kuka und ich möchte euch hier meine Geschichte erzählen:

Autos sind böse, sehr böse! Nur blöd, wenn man niemanden hat, der einem lehrt, dass Autos böse sind. Und deshalb hatte ich einen ganz schlimmen Autounfall. Ich wusste ja nicht, dass man darauf achten muss, einem Auto nicht zu nahe zu kommen. Aber zu meinem großen Glück hat ein lieber Mensch mich zu Animal Life Sibiu gebracht und die haben sofort dafür gesorgt, dass sich gleich ein Doktor für Hunde (wusste gar nicht, dass es sowas gibt) um mich kümmert. Der liebe Doktor hat wirklich alles gegeben und konnte deshalb mein Bein retten. Leider hat er es nicht mehr ganz funktionstüchtig hin bekommen. Deshalb kann ich mein Bein nicht ganz belasten und an manchen Tagen schwächelt es schon sehr.

Aber mal ehrlich, deshalb jammern finde ich ein bißchen kindisch. Immerhin habe ich es doch überlebt oder? Und mein Bein musste nicht abgenommen werden. Also ich finde das gut und deshalb übe ich auch kräftig jeden Tag, um noch besser mit meinem Handicap umzugehen. Naja, okay, einen Geschwindigkeitsrausch werde ich nie bekommen. Aber die Menschen hier haben mir erzählt, dass es sogar Hundemenschen gibt, die NICHT so versessen von stundenlangen Wanderungen, Radfahren, Joggen oder sonstigem sind. Und so einen Hundemenschen wünsche ich mir so sehr! Kennst ihr so einen? Wenn ja, dann erzählt ihm, dass ich eine ganz, ganz Liebe und Verschmuste bin. Ich mag sogar Kinder und Katzen, ja, nicht schlecht oder? Und falls bei dem Hundemenschen schon ein Kumpel wohnen würde, auch nicht schlimm. Ich habe Liebe für alle im Gepäck!

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Unsere Melody ( ca. 9 Monate, SH ca. 50cm) - Zuhause gesucht -

Hallo, mein Name ist Melody und ich möchte euch hier meine Geschichte erzählen:

"Es macht nichts, wenn es langsam vorangeht. Hauptsache du bleibst nicht stehen"(Konfuzius)

Aus Hundesicht ein sehr schlauer Spruch. Vor allem, wenn der Start ins Leben so steinig ist wie meiner. Ich kann euch nicht sagen, ob ich auf der Straße geboren wurde oder man mich dort ausgesetzt hat. Ja und selbst wir Welpen bräuchten in den ersten Monaten jemanden, an dem wir uns orientieren können und der uns die Welt zeigt. Leider gab es in meinem Leben niemanden und so kam was kommen musste, ich hatte einen ganz, ganz schlimmen Unfall. Mich fanden liebe Menschen, die im Tierschutz arbeiten und haben mich sofort zu Animal Life Sibiu gebracht. Dort hat man mich mehrfach operieren müssen. Sie haben mir erklärt, dass ich ganz viele Knochenbrüche hatte und das es ihnen leid tut, dass sie mich monatelang in eine kleine Box sperren mussten. Aber die waren so lieb zu mir, dass ich das einfach ertragen habe, weil ich verstanden habe, dass sie das tun, damit ich die Chance habe, wieder laufen zu können. Und irgendwann kam der Tag, an dem die Boxtür aufging und man mir sagte: Komm Melody, entdecken wir die Welt!!! Ich kann euch sagen, was für ein Erlebnis, draußen zu sein, die Welt zu riechen und zu erkunden, mit Hundekumpels zu spielen und zu toben. Ja okay, so ausgiebig toben ist noch nicht machbar, aber ich trainiere ganz fleißig, damit meine Muskeln wachsen. Ich hatte eine Zeit lang Angst, dass man mich nicht mögen könnte, weil ich vielleicht manchmal einen etwas schlechteren Tag habe. Aber hier macht man mir Mut. Sie sagen, ich wäre so ein unkomplizierter, fröhlicher und vor allem verschmuster Hund, dass man sich keine Sorgen mache, ganz im Gegenteil, sie sind davon überzeugt, dass ich schneller alles lernen werde, als manch anderer!!!!

Und so starte ich jeden Tag aufs neue ins Abenteuer Leben und bin davon überzeugt, dass mein Mensch dort draußen ist. Denn hey, auch wenn ich vielleicht nicht immer die Schnellste bin, habe ich noch einen kleinen Trumpf in der Pfote: ich mag nämlich die andere Fraktion, die sich Katze nennt, auch!

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