August 2015 - Türkei

Montag, 23. Mai 2016 - 15:25 Uhr

Ich habe mir im August 10 Tage selbst ein Bild über das Elend der Tiere auf den Straßen Istanbuls machen können.

Ich habe viel Leid gesehen überall waren hungrige Tiere, kranke Seelen, verzweifelte Katzenmamas die zusehen müssen wie ihre Babys verhungern, zusammen gefahren werden oder vor zu großer Hitze sterben. Wir haben Seelen beerdigt, jeden Tag FUTTER verteilt, Wasserschalen aufgestellt. IRGENDWANN möchte man das Elend auch nicht mehr fotografieren,den es tut nur noch weh wenn man in die Augen der Seelen blickt und weitergehen muss.

                                     

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Ich habe viele Menschen gesehen -wo ich mich schäme-zu sagen ich gehöre der Rasse Mensch an. Man tritt nach den Tieren, fährt sie tot lässt sie liegen….es gab natürlich auch einige die helfen mit Futter aber das war es auch. Es sind ja nur Tiere. Egal wo man war in der Stadt oder in der Meergegend immer das gleiche Elend. Abends sitzt man da weil man X Tiere gestreichelt hat….weil man für wenige Minuten Wärme Spenden konnte…und gleichzeitig macht sich Ohnmacht breit…den es nimmt kein Ende….Bitte unterstützt uns weiterhin mit Spenden für Futter…wir haben auch angefangen einige Katzen einzufangen um sie sterilisieren zu lassen…nur wir sind auf finanzielle Hilfe angewiesen. ..Bitte jeder auch nur 1 € zählt. …danke von ❤.

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Februar 2014 - Bulgarien

Montag, 23. Mai 2016 - 15:10 Uhr

Im Februar 2014 fuhr der 1. Vorstand des Vereins „Bulgarische Fellnasen e.V.“ Caro Weissflog, gemeinsam mit einer anderen Tierschützerin nach Bulgarien, Sofia, zu einer lokalen Tierschützerin.

Die Reise begann an einem Mittwoch gegen 14 Uhr.
Während der Reise taten sich bereits in Österreich die ersten Probleme auf: ein Reifen war geplatzt. Der ADAC konnte jedoch nicht mehr helfen, da es bereits 22 Uhr war. Es wurde jedoch ein Reifennotdienst gefunden, sodass die Fahrt fortgesetzt werden konnte.
Trotz der Futterspenden konnte Serbiens Zollkontrolle passiert werden, wodurch ein großer Umweg und Zeit erspart blieb.

Bei einem Parkplatz nahe der Autobahn in Serbien wurden kleine Hunde gesichtet. Die Vereinsmitglieder dachten, dass es Welpen waren und bremsten daher und schalteten die Warnblinkanlage ein. Es wurde allerdings erkennbar, dass es zwei kleine Hunde waren. Das Weibchen dieses Duos war zutraulich, der Rüde jedoch nicht. Es war allerdings sichtbar, dass das Weibchen Milch hatte und sich folglich die Welpen irgendwo in der Nähe befinden mussten. Diese konnten jedoch leider nicht gefunden werden. Daher konnte nicht mehr für die Hunde getan werden als Futter für sie dort zulassen.

Donnerstag Nachmittags trafen die Vereinsmitglieder schließlich vor Orte ein.
Freitags wurde mit der Fütterung der Hunde begonnen.
Die lokale Tierschützerin hat vor Ort gewisse Stellen, die sie regelmäßig besucht, um die dort lebenden Hunde zu füttern.
Zuerst wurden einige Hunde gefüttert, die sehr scheu waren, da sie leider sehr große Angst vor Menschen haben – dies lässt sich durch die Haltung der Einheimischen gegenüber den Tieren durchaus nachvollziehen.
Im Anschluss kümmerte man sich um Pippa, Puppa und Pia. Dies sind drei wunderschöne, sehr liebe und dunkle Hunde, welche auf der Straße nahe dem Kinocenter leben. Dieses Trio freute sich sehr, als sie die Tierschützer samt Futter erblickten und ließen sich streicheln. Sie sind überaus lieb, zutraulich und zudem wunderschön. Hoffentlich kann bald ein Zuhause oder zumindest ein Pflegeplatz für die drei gefunden werden!
Unterwegs wurden noch weitere Hunde gesichtet, denen auch Futter dagelassen wurde.

Auf dem Rückweg in die Stadt wurden zwei weibliche Schäferwelpen gefunden.
Diese Fräuleins wurden sofort zu den anderen Hunden in eine Pension gebracht – dies kostet jedoch pro Hund und Monat 45,- Euro.
Da diese Kosten sehr hoch sind und nicht allein vom Verein getragen werden können, werden dringend Paten gesucht, die sich einen der Hunde aussuchen und dessen Pensionspatenschaft übernehmen, bis dieser vermittelt ist!

Von der Pension aus fuhren die Vereinsmitglieder zu einem Müllplatz, an dem auch einige Hunde leben. Dorther stammt Puhi – seine zwei Geschwister leben allerdings noch dort!
Zwei weitere Hunde aus diesem Rudel sind jedoch verletzt! Diese müssten dringend in eine Tierklinik, damit ihre Pfoten untersucht und geheilt werden können. Doch dies ist dem Verein derzeit leider aus finanziellen Gründen nicht möglich!
Futter und Wasser wurde für die Tiere vor Ort zurückgelassen.

Von dem besagten Müllplatz aus fuhren die Vereinsmitglieder in eine andere Stadt, da sich dort Liza, die derzeitige Notfallhündin, befindet.
Liza hat leider Mundfäule, wodurch ihr halbes Maul weggefault ist. Zudem hat sie leider Elchirose.
In der Tierklinik sahen die Tierschützer, wie schlecht es der Hündin ging. Daher mussten sich die Tierschützer entscheiden, ob die Hündin eingeschläfert werden oder versucht werden sollte ihr zu helfen. Die Tierärzte vor Ort waren der Meinung, dass man sie retten könnte.
Da die Tierschützer noch eine zweite Meinung einholen wollten, fuhren sie zurück nach Sofia in eine andere Tierklinik. Da auch diese der Meinung waren, dass Liza geholfen werden kann, blieb Liza in besagter Tierklinik.
Da die gute ärztliche Behandlung wirkt, ist Liza bereits am Weg der Besserung.
Die Kosten sind allerdings sehr hoch. Derzeit sind noch weit über 300,- Euro offen, die Tendenz ist steigend!
Der Verein erhält Liza auch erst wieder zurück, wenn alle bei der Tierklinik offenen Rechnung bezahlt werden. Die Hilfsorganisation weiß jedoch leider derzeit nicht wie er die Kosten für Lizas Behandlungen bezahlen soll!

Nachdem ein langer Freitag zu Ende ging, machten sich die Tierschützer Samstags mit ein paar Hunden im Gepäck wieder auf den Rückweg. Unter diesen Tieren war auch Xena, die sich derzeit in Holzkirchen auf einer Pflegestelle befindet und ein Zuhause sucht!

Auch noch auf dem Heimweg wurde in Serbien an einer Tankstelle eine großartige Hündin getroffen. Sie wollte zu jedem mit ins Auto steigen und war sehr lieb. Leider konnten und durften die Tierschützer sie nicht mitnehmen. Auch eine zweite Hündin, die wahrscheinlich erst Welpen bekommen haben muss, war an der Tankstelle.

Im Allgemeinen war die Fahrt überaus emotional und anstrengend!

Summa summarum waren die Zustände vor Ort katastrophal und unerträglich: so viele verletzte oder überfahrene, so viele hungrige Tiere!
Und doch ist die Hilfe, die unsere Hilfsorganisation leistet, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein – diese Machtlosigkeit ist das Schlimmste! Nichts dagegen zu unternehmen ist jedoch noch schlimmer!!
Durch diese enervierende Arbeit werden die Tierschützer immer wieder an den Rand ihrer Nerven gebracht. Auch wenn der Verein versucht, durch Flohmärkte Geld einzunehmen, fehlt das Geld dennoch an allen Ecken und Enden!
Unsere Hilfsorganisation kann nur hoffen, so vielen Tieren wie möglich zu helfen.
Doch wenn unsere Hilfsorganisation nicht unterstützt wird, kann auch den Tieren bald nicht mehr geholfen werden!!


Dezember 2013 - Rumänien/Bulgarien

Montag, 23. Mai 2016 - 15:08 Uhr

So – die Aktion „Spendenübergabe in Sofia“ ist erfolgreich beendet worden.
Tino Ostborn und Ich (Nico Brauer) kamen in der Nacht auf Montag wieder zu Hause an.

Mit ein paar Problemen aber vielen neuen Erfahrungen im Gepäck war es doch eine tolle Tour.
Auch wenn man sich zweimal überlegen sollte ob man sich sowas wirklich live ansehen will.

Es gibt so 2-3 mögliche Routen nach Bulgarien und Sofia … über Rumänien was unpraktisch ist wegen kaum Autobahn und nicht vorhandenen Straßen und über Serbien was jedoch Probleme bringen kann da Serbien nicht EU ist.

Wir haben uns für Serbien entschieden.

Wir sind Freitag um 15:30 Uhr los und leider auch direkt in einen Stau gefahren der sich fast bis Österreich zog.
Dann ging es im Nebel jedoch super vorwärts.
19:30 Uhr waren wir schon an Wien vorbei und doch sehr euphorisch weil keinerlei Stau oder Probleme.
20:30 Uhr hatten wir schon die Grenze zu Ungarn erreicht … schnell noch Vignette für 8 Euro gekauft und zwei Energy Drinks und weiter ging es.
22:00 Uhr waren wir durch Budapest … leider haben wir es nur bei Nacht gesehen aber auch da ist es schön anzusehen.
Alles lief super bis wir nach Serbien kamen ;-(
In gebrochenem Englisch vermittelte mir der Zollbeamte, dass unsere 20 Säcke Futter leider zuviel sind und wir somit als „Transport“ gelten und dies Verzollen müssen.
Mit Auflistung was wir alles haben und wieviel und und und.
Da war denen total egal ob das Hilfe für Tiere war.
Verzollt haben wir natürlich nix da es über 200,- Euro gekostet hätte.
Also umdrehen und über Rumänien (was ja EU ist).
Um 1:10 Uhr haben wir unsere Papiere zurück bekommen und konnten zurück nach Ungarn um dann nach Rumänien abzubiegen.
Verloren Zeit 1 Std. 10 Min. ;-(
Nach Rumänien rein zu kommen ging total problemlos … durchzukommen ohne Achsschaden, Stoßdämpferproblemen und Schleudertrauma schon ein anderes Thema.
Rumänien bei Nacht wenn man nichts sieht ist schon interessant … Alle Orte sehen irgendwie gleich verfallen aus.
Man hat das Gefühl man fährt im Kreis und das mindestens 50 Jahre zurück versetzt.
Da Rumänien irgendwie nur ca. drei Autobahnen besitzt und die, die sich auf unserer Route befindet nur gerade mal ca. 60 km lang ist, brauchten wir EWIG durch Rumänien.
Da ging unsere Motivation schon das erste mal richtig in den Keller weil man das Gefühl hatte man kommt NIE an.
Nach Zeitumstellung wurde es rumänischer Zeit um ca. halb sechs hell und dann hat man auch mehr von Rumänien gesehen.
Eigentlich wollte man dann sofort wieder das Licht ausknipsen und im Dunkeln weiter fahren.
Straßen die das Prädikat seit 40 Jahren nicht mehr verdienen.
Häuser die irgendwie alle schief stehen und meistens fehlte die Hälfte vom Haus sowieso.
Verschläge aus allen möglichen Materialien zusammen gebastelt und in jedem Ort Rauch ohne Ende.
Jeder verfeuert dort anscheinend alles was irgendwie rumliegt.
Da sieht man durchaus auch schon mal morgens um sechs Uhr ein Schwein an einem Baum hängen und Rumänen davor die es ausnehmen.
Wenn kein Baum in der Nähe ist, wird es vorzugsweise dann auch direkt auf der Wiese „bearbeitet“ und mit einem der überall rumfahrenden Esel-/ Pferdekarren weiter transportiert. Es ist das beste Fahrzeug weil es kein Benzin braucht … Tankstellen gibt es gefühlt nur alle 60 km.
Um 8:50 Uhr hatten wir noch 170 km nach Sofia was sich nicht viel anhört aber wenn man nur Landstraßen fahren kann zieht sich das Ewig und die Bilder die an einem vorbei ziehen machen die Fahrt nicht schöner.
Nach Bulgarien rein zu kommen war kein Problem.
Direkt bei der Grenzabfertigung liefen schon Hunde und wenn man den Zollbeamten dann noch eine Dose Futter für diese Hunde in die Hand drückt winken sie einen einfach lächelnd durch.
Die Orte nach der Grenze werden nicht schöner.
In manchen Orten sitzt vor jedem Haus eine alte Frau oder ein alter Mann und bietet Honig an.
Sie haben sich meist einen Unterstand vor ihrem Haus gebaut in dem sie den ganzen Tag sitzen und auf Käufer warten.
Wir wollten was kaufen aber leider konnte der Mann mit unseren Euro nix anfangen und wir mussten leider weiterziehen.
Doch bevor wir dies taten fütterten wir noch die Hunde die sich um den Mann in den Büschen versteckt hatten.
Vor einigen Einkaufsläden in Dörfern standen sogar Security damit der Laden nicht gestürmt wird -wahrscheinlich.
Um ca 12:15 Uhr war Sofia sichtbar. Eine Stadt die irgendwie unter einer Dunstglocke lag.
Man glaubt, dass die Abgase der Häuser nicht abziehen sondern direkt auf der Stadt liegen bleiben.
Um 13 Uhr Samstag waren wir endlich angekommen.
4 Stunden später als geplant.

Nachdem wir ins Zentrum der Stadt gefunden hatten, fuhren wir auch gleich direkt zu Aysel der Tierschützerin vor Ort und begannen mit dem Ausladen der über 20 Futtersäcke, unzähligen Leckerlis, Spielsachen, Decken usw.
Nach einer Verschnaufpause ging es dann auch direkt zurück auf die Straße.
Wir wollten sehen wo man denn so die Straßenhunde findet und wie sie leben.
Also folgten wir Aysel in ein Stadtgebiet etwas über der Stadt selbst gelegen, wo die etwas wohlhabenderen wohnten.
Die Grundstücke sahen schon moderner aus und nicht so zerfallen wie in anderen Stadtteilen und Randgebieten.
Trotzdem fanden wir hier schon nach wenigen Minuten die ersten Hunde am Straßenrand liegen.
Aysel selbst kannte da jeden Hund … es sind die Straßenhunde die sie versorgt und ihnen hilft wenn sie Hilfe brauchen.

Die Hunde freuten sich sehr über das Futter welches wir mitbrachten und die anfängliche Scheu uns gegenüber verschwand schnell.
Leider entdeckten wir am Straßenrand einen Hund der nicht zum fressen kam sondern liegen blieb, trotz Kälte.
Wie wir schnell heraus fanden war dieser wunderschöne Hund leider angefahren wurden … er zitterte am ganzen Leib und konnte sich nicht bewegen.
Nach einer kurzen Beratung mit Aysel wie wir vorgehen sollten, haben wir den Hund dann in unseren Transporter gelegt und direkt zum Tierarzt gefahren wo sich nach dem ersten abtasten und späteren Röntgen herausstellte das es sich wohl um eine Verletzung der Bandscheibe handelt.
Hätten wir diesen Hund nicht gefunden und direkt zum Arzt gebracht hätte er die Nacht wahrscheinlich nicht überlebt.
Leider dauerte diese Hilfsaktion recht lange und es wurde schon Abend und somit dunkel.
Es war nun nicht mehr möglich weitere Straßenhunde zu besuchen.

Am darauffolgenden Sonntag sind wir schon sehr früh aufgestanden denn Ziel heute war neun Hunde bei den jeweiligen Hundepensionen abzuholen und sicher für den Transport nach Deutschland vorzubereiten.
Wir hatten uns dazu entschlossen sieben Welpen und zwei schon erwachsenere Hunde mitzunehmen.
Das Einsammeln dauerte einige Zeit, da die Hundepensionen, die die Straßenhunde aufnahmen, quer in und um Sofia verteilt waren.
So konnten wir diese Fahrten auch gleich nutzen um anderen Straßenhunden, die wir auf unserem Weg entdeckten, einen großen Snack aus dem Futtersack zu gönnen.
Gegen neun Uhr waren dann alle Hunde sicher verstaut und uns erwartet wieder eine lange Fahrt zurück nach Deutschland.
Diesmal wollte wir den Weg durch Rumänien zurück meiden. Da wir für alle Hunde aktuelle Pässe hatten, entschieden wir uns für den direkten Weg zurück nach Deutschland über Serbien.

Über die Grenzen kamen wir mit den Hunden problemlos.
Man musste den Grenzbeamten eigentlich nur klar machen was sonst das Schicksal in Bulgarien gewesen wäre und schon wird man durch gewunken.
Leider dauerte die Rückfahrt auch ca 19 Stunden da uns leider zwei mal ein Reifenplatten ausbremste.
Ein großer Dank gilt der Ungarischen Polizei … so nette Polizisten haben wir noch nie erlebt … ohne Ihre Hilfe hätten wir womöglich noch Stunden fest gesessen.

In der Nacht zum Montag gegen halb zwei kamen wir dann endlich erschöpft zurück in Holzkirchen an.


Oktober 2013 - Bulgarien

Montag, 23. Mai 2016 - 09:52 Uhr

Zu allererst möchte ich Euch sagen, Aysel und die Bulgarischen Hunde brauchen dringend unsere Hilfe, das was ich in den Tagen dort gesehen habe ist Wahnsinn. Ich hatte das Glück, andere ganz tolle Tierschützer kennen zu lernen, Nadka Stoykova und Ihre Tochter Donika Todorova,Tsetsa Anganaki,Mike Kirilov und Maja und Gal Ka danke dass es Euch gibt Ihr seid großartig. Ich wurde von allen ganz herzlich aufgenommen, es sind wundervolle herzliche Menschen.

Als ich am Freitag in Sofia angekommen bin sah ich schon von weitem Aysel, die mich bereits mit ihrem süßen Hunde Jacky erwartete. Auf der Fahrt zu Aysel nach Hause, haben wir schon viele Straßen-Hunde gesehen, sie sind wirklich an jeder Ecke, die tollsten Hunde, es ist unglaublich. Bei Aysel zuhause habe ich dann den kleinen schwer verletzten Cleo gesehen und Jenny, es war so traurig.

RIP Cleo, leider hat er uns und dieses schreckliche Leben verlassen,
er wurde durch einen Biss infiziert und konnte nicht gerettet werden.

Danach fuhren wir erst einmal in ein großes Futterlager um einzukaufen auch hier, unterwegs, wieder an jeder Ecke Straßen-Hunde. Danach fuhren wir zum Krankenhaus wo ich dann unsere geretteten Welpen und Ihre Mama zum 1. Mal gesehen habe, ich konnte gar nicht genug bekommen von den Kleinen. Natürlich wurden alle gut gefüttert.

Anschließend ging es mit Cleo in die Klinik, es war so traurig das kleine Würmchen so zu sehen. Die Behandlung in der Klinik ließ leider zu wünschen übrig und wir haben uns entschlossen Ihn in eine bessere Klinik zu bringen. Danach sind wir mit Jacky in den Park gegangen auch da unterwegs wieder jede Menge Hunde, viele trugen ein Halsband, daraufhin hat mir Aysel erklärt, das sind Hunde, die an Wohnblocks leben und da versorgt werden, zum Teil haben sie Hütten oder Matratzen Lager unter Balkons wo sie wenigstens einigermaßen geschützt sind, diese Hunde hatten auch fast alle Kastrations-Marken im Ohr und waren für die Verhältnisse gut genährt, trotz allem ist es sehr traurig, so tolle Hunde zu sehen die kein Zuhause haben.

Im Park haben wir dann auch die weiße Hündin getroffen von der Aysel mir bereits erzählt hatte, sie ist so lieb und wollte gleich mit, ich vermute sie hatte schon ein Zuhause und wurde einfach raus geworfen. Dann ging es nach Hause, etwas essen, denn dafür blieb bis dahin keine Zeit, anschließend haben wir uns noch sehr lange unterhalten bevor wir endlich todmüde schlafen gegangen sind.

Am nächsten Morgen am Krankenhaus war der Schrecken groß, Mama und die Welpen waren verschwunden, wir haben alles abgesucht, sie waren wie vom Erdboden verschluckt. Mittags tauchte dann die Mama auf und 3 Welpen die anderen 4 waren verschwunden, wir wurden fast verrückt vor Sorge und hatten große Angst das was passiert ist.

Wir fuhren dann in die Pension um Paula und Co. zu besuchen, auch da unterwegs wieder viele, viele Straßenhunde, wir fütterten wo es ging. Die Freude war dann groß, die kleinen Baustellen- Welpen in echt zu sehen und mit Ihnen zu spielen, sie sind so klasse und reisen nächste Woche nach Deutschland.

Danach ging es in die nächste Pension zu Chiara und Shila um sie abzuholen, wegen der Tollwut Impfung. Leider mussten wir erfahren das Shila gebissen wurde, sie hatte eine tiefe Bisswunde an der Pfote die genäht werden musste und konnte dadurch noch nicht geimpft werden. Leider verzögert sich dadurch die Ausreise der beiden um 2 Wochen, es geht aber beiden gut. In derselben Pension sind auch noch 2 andere ca. 10 Monate alte Hündinnen die von Aysel untergebracht wurden, auch sie sind so tolle Hunde und suchen dringend ein Zuhause. Danach ging es zu Simona und Bebo ebenfalls 2 tolle Hunde die sich in Pension befinden. Simona ist der Knaller auch Bebo ist einfach toll. Anschließend haben wir dann Chica besucht, sie ist der Oberknaller, ich habe leider bereits 3 Hunde sonst wäre Chica meine geworden. Ich habe selten einen solch tollen Hund gesehen.

Anschließend ging es in den Wald wo Aysel auch Hunde betreut. Aysels Hunde sind alle wohl genährt, leider sind diese Hunde recht scheu, Kastrationen werden jetzt veranlasst. Es ist echt traurig zu sehen welche tollen Hunde auf der Straße leben müssen wir können uns so was gar nicht vorstellen. Danach ging es wieder in die Klink und der Verdacht auf Parvo wurde geäußert, der sich dann leider noch am selben Abend bestätigt hatte. Ein langer anstrengender Tag voller Emotionen ging dann wieder spät zu Ende.

Am nächsten Morgen hieß es recht früh raus aus den Federn, wir hatten um halb 9 einen Termin mit einem Tierarzt am Krankenhaus, der mit einem Betäubungsgewehr kam um die Mama der Welpen zu schießen damit sie kastriert werden kann. Wir kamen dort an, von den Welpen war wieder nichts zu sehen. Der Tierarzt kam dann und hat die Mama betäubt, sie ab wie eine Rakete und wir alle hinterher, sie lief über eine viel befahrene Straße, zum Glück konnten wir sie unbeschadet finden und zur Kastration in die Tierklinik bringen wo sie später entlaufen ist, das müsst Ihr Euch mal vorstellen wo gibt es denn das, dass ein Hund in einer Tierklinik entlaufen kann.

Die Welpen waren wie vom Erdboden verschluckt und wir haben angefangen ein riesen Gelände abzusuchen anfangs ohne Erfolg erst am Nachmittag kam dann die Entwarnung alle 7 wurden wohlbehalten gefunden. Aysel und ich waren schon wieder unterwegs. Wir haben den kleinen Cleo in eine andere Klinik gebracht die besser auf Parvo spezialisiert ist. Anschließend ging es dann zur Pension um die Krankenhaus-Welpen in Sicherheit zu bringen, nun fuhren wir in die Klinik wo die Mama entlaufen war, um die Mama zu suchen leider wurde es zwischenzeitlich dunkel und wir konnten nichts mehr machen und ein erneut anstrengender Wahnsinnstag ging langsam zu Ende.

Montag früh waren wir dann mit Jenny in der Klinik auch da wurde dann der Verdacht auf Parvo geäußert und wir fuhren direkt mit Ihr in die Spezial-Klinik, zum Glück war es aber nicht Parvo. Dann haben wir uns mit einer Frau getroffen die Aysel um Hilfe gebeten hatte. Da waren auf einer Wiese einige Straßenhunde in einer ganz trostlosen Umgebung auf einer großen Wiese voller Müll und Dreck. Sie wurden von uns gefüttert und der Frau wurde Futter gegeben um sie zu versorgen. Da haben wir wieder 7 Welpen gefunden in Erdlöchern, ohne Sonne aber leider noch zu klein um sie von der Mama zu trennen. Danach haben wir uns mit 2 Studentinnen getroffen die ebenfalls vor ein paar Tagen gepostet hatten, dass sie Hunde entdeckt haben, die sich von Müll ernähren, wir haben uns die Situation angeschaut, die Hunde versorgt, den Mädels Futter gegeben und Aysel kümmert sich jetzt weiter um die Hunde.

Dann fuhren wir Richtung Flugplatz, auch da wurden Hunde gefunden, 4 recht ängstliche Welpen um die sich Aysel jetzt ebenfalls kümmert. Sie wurden mit reichlich Futter versorgt und wir versuchen sie jetzt in Sicherheit zu bringen. Unterwegs entdeckten wir noch eine Pit-Bull Mix Hündin mit 3 Welpen auch die wurden gefüttert und Bilder gemacht um helfen zu können. Unterwegs auch wieder viele Hunde die ebenfalls gefüttert wurden. Abends haben wir uns dann noch mit einem jungen Paar aus Sofia getroffen die ebenfalls helfen.

Am Dienstag haben wir dann einen Hund und sein Herrchen abgeholt die sich bereit erklärten für unsere 2 Kranken Blut zu spenden, weil es die letzte Chance war. Als das alles gemacht war haben wir den Hund mit seinem Besitzer wieder nach Hause gebracht, dann sind wir wieder Futter kaufen gegangen. Anschließend ging es wieder ins Gebirge da hatte Aysel von einem Welpen erfahren der ausgesetzt wurde, ganz alleine, er lebt auf der Terrasse eines alten Gasthauses. Natürlich haben wir Ihn gefüttert und versorgt, er soll dieses WE in Sicherheit gebracht werden. Dann sind wir zu den Filmstudios gefahren, auch da lebt einen Mama mit 6 Welpen, die hatten wir die Tage bereits gefüttert. Jetzt konnte Aysel erreichen, dass sie da versorgt und betreut werden und die Mama kastriert wird. Für diesee Welpen versuchen wir ein Zuhause zu finden.

Anschließend trafen wir uns mit Frank Seidel der zufälligerweise gerade in Sofia war er ist sehr bekannt für Kastrationsprojekte und er hat uns auch Hilfe angeboten und gute Tipps gegeben. Dann ging es nochmal in den Wald um alle Hunde von Aysel zu versorgen und ein erneut anstrengender Tag ging zu Ende. Auf mich wartete dann noch eine süße Überraschung meiner neuen liebgewonnen Freunde.

Ich bekam noch ein Abschiedsgeschenk überreicht und mir fiel der Abschied sehr schwer. Alles in allem war die Reise sehr lehrreich und emotionsgeladen. Ich kenne jetzt den Alltag dieser tollen Menschen und bewundere sie mehr als je zuvor. Ich würde jedem raten, einmal ein paar Tage den Alltag der Tierschützer vor Ort zu begleiten, dann wisst Ihr erst wirklich was diese Menschen leisten. Ich habe großen Respekt vor allen.

Sofia ist nichts Besonderes, eine Großstadt eben, ich kam mir 50 Jahre zurück versetzt vor. Zigeuner fahren mit Pferdekarren auf der Hauptstraße, der ganze Verkehr ist Chaos, geparkt wird wo gerade Platz ist, das können wir uns gar nicht vorstellen. Ich habe manchmal fast Zustände bekommen aber dort ist das ganz normal auch das nachts um 24.00 die Müllabfuhr fährt und die Mülltonnen leert und das auch Sonntags, einfach Wahnsinn.