Februar 2014 - Bulgarien

Montag, 23. Mai 2016 - 15:10 Uhr

Im Februar 2014 fuhr der 1. Vorstand des Vereins „Bulgarische Fellnasen e.V.“ Caro Weissflog, gemeinsam mit einer anderen Tierschützerin nach Bulgarien, Sofia, zu einer lokalen Tierschützerin.

Die Reise begann an einem Mittwoch gegen 14 Uhr.
Während der Reise taten sich bereits in Österreich die ersten Probleme auf: ein Reifen war geplatzt. Der ADAC konnte jedoch nicht mehr helfen, da es bereits 22 Uhr war. Es wurde jedoch ein Reifennotdienst gefunden, sodass die Fahrt fortgesetzt werden konnte.
Trotz der Futterspenden konnte Serbiens Zollkontrolle passiert werden, wodurch ein großer Umweg und Zeit erspart blieb.

Bei einem Parkplatz nahe der Autobahn in Serbien wurden kleine Hunde gesichtet. Die Vereinsmitglieder dachten, dass es Welpen waren und bremsten daher und schalteten die Warnblinkanlage ein. Es wurde allerdings erkennbar, dass es zwei kleine Hunde waren. Das Weibchen dieses Duos war zutraulich, der Rüde jedoch nicht. Es war allerdings sichtbar, dass das Weibchen Milch hatte und sich folglich die Welpen irgendwo in der Nähe befinden mussten. Diese konnten jedoch leider nicht gefunden werden. Daher konnte nicht mehr für die Hunde getan werden als Futter für sie dort zulassen.

Donnerstag Nachmittags trafen die Vereinsmitglieder schließlich vor Orte ein.
Freitags wurde mit der Fütterung der Hunde begonnen.
Die lokale Tierschützerin hat vor Ort gewisse Stellen, die sie regelmäßig besucht, um die dort lebenden Hunde zu füttern.
Zuerst wurden einige Hunde gefüttert, die sehr scheu waren, da sie leider sehr große Angst vor Menschen haben – dies lässt sich durch die Haltung der Einheimischen gegenüber den Tieren durchaus nachvollziehen.
Im Anschluss kümmerte man sich um Pippa, Puppa und Pia. Dies sind drei wunderschöne, sehr liebe und dunkle Hunde, welche auf der Straße nahe dem Kinocenter leben. Dieses Trio freute sich sehr, als sie die Tierschützer samt Futter erblickten und ließen sich streicheln. Sie sind überaus lieb, zutraulich und zudem wunderschön. Hoffentlich kann bald ein Zuhause oder zumindest ein Pflegeplatz für die drei gefunden werden!
Unterwegs wurden noch weitere Hunde gesichtet, denen auch Futter dagelassen wurde.

Auf dem Rückweg in die Stadt wurden zwei weibliche Schäferwelpen gefunden.
Diese Fräuleins wurden sofort zu den anderen Hunden in eine Pension gebracht – dies kostet jedoch pro Hund und Monat 45,- Euro.
Da diese Kosten sehr hoch sind und nicht allein vom Verein getragen werden können, werden dringend Paten gesucht, die sich einen der Hunde aussuchen und dessen Pensionspatenschaft übernehmen, bis dieser vermittelt ist!

Von der Pension aus fuhren die Vereinsmitglieder zu einem Müllplatz, an dem auch einige Hunde leben. Dorther stammt Puhi – seine zwei Geschwister leben allerdings noch dort!
Zwei weitere Hunde aus diesem Rudel sind jedoch verletzt! Diese müssten dringend in eine Tierklinik, damit ihre Pfoten untersucht und geheilt werden können. Doch dies ist dem Verein derzeit leider aus finanziellen Gründen nicht möglich!
Futter und Wasser wurde für die Tiere vor Ort zurückgelassen.

Von dem besagten Müllplatz aus fuhren die Vereinsmitglieder in eine andere Stadt, da sich dort Liza, die derzeitige Notfallhündin, befindet.
Liza hat leider Mundfäule, wodurch ihr halbes Maul weggefault ist. Zudem hat sie leider Elchirose.
In der Tierklinik sahen die Tierschützer, wie schlecht es der Hündin ging. Daher mussten sich die Tierschützer entscheiden, ob die Hündin eingeschläfert werden oder versucht werden sollte ihr zu helfen. Die Tierärzte vor Ort waren der Meinung, dass man sie retten könnte.
Da die Tierschützer noch eine zweite Meinung einholen wollten, fuhren sie zurück nach Sofia in eine andere Tierklinik. Da auch diese der Meinung waren, dass Liza geholfen werden kann, blieb Liza in besagter Tierklinik.
Da die gute ärztliche Behandlung wirkt, ist Liza bereits am Weg der Besserung.
Die Kosten sind allerdings sehr hoch. Derzeit sind noch weit über 300,- Euro offen, die Tendenz ist steigend!
Der Verein erhält Liza auch erst wieder zurück, wenn alle bei der Tierklinik offenen Rechnung bezahlt werden. Die Hilfsorganisation weiß jedoch leider derzeit nicht wie er die Kosten für Lizas Behandlungen bezahlen soll!

Nachdem ein langer Freitag zu Ende ging, machten sich die Tierschützer Samstags mit ein paar Hunden im Gepäck wieder auf den Rückweg. Unter diesen Tieren war auch Xena, die sich derzeit in Holzkirchen auf einer Pflegestelle befindet und ein Zuhause sucht!

Auch noch auf dem Heimweg wurde in Serbien an einer Tankstelle eine großartige Hündin getroffen. Sie wollte zu jedem mit ins Auto steigen und war sehr lieb. Leider konnten und durften die Tierschützer sie nicht mitnehmen. Auch eine zweite Hündin, die wahrscheinlich erst Welpen bekommen haben muss, war an der Tankstelle.

Im Allgemeinen war die Fahrt überaus emotional und anstrengend!

Summa summarum waren die Zustände vor Ort katastrophal und unerträglich: so viele verletzte oder überfahrene, so viele hungrige Tiere!
Und doch ist die Hilfe, die unsere Hilfsorganisation leistet, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein – diese Machtlosigkeit ist das Schlimmste! Nichts dagegen zu unternehmen ist jedoch noch schlimmer!!
Durch diese enervierende Arbeit werden die Tierschützer immer wieder an den Rand ihrer Nerven gebracht. Auch wenn der Verein versucht, durch Flohmärkte Geld einzunehmen, fehlt das Geld dennoch an allen Ecken und Enden!
Unsere Hilfsorganisation kann nur hoffen, so vielen Tieren wie möglich zu helfen.
Doch wenn unsere Hilfsorganisation nicht unterstützt wird, kann auch den Tieren bald nicht mehr geholfen werden!!


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