Der Alltag mit Katze

Senile Demenz – Kognitive Dysfunktion

Katzen werden immer älter – dies liegt an den hochwertigen und bedarfsgerechten Futtermitteln sowie der verbesserten medizinischen Kenntnisse und Versorgung. Katzen altern nicht so offensichtlich wie Menschen oder Hunde. Als Einzelgänger sind sie darauf angewiesen möglichst lange fit für die Jagd zu bleiben. Das gilt auch für die Katzen, die sich in menschlicher Obhut befinden.Die älteste bekannte Katze wurde 34 Jahre alt und lebte in England.

Demenzsymptome sind eine relativ neue Erscheinung, weil vor einigen Jahrzehnten Katzen die senile Phase nicht erlebten. Fast 50 % aller Katzen ab 15 Jahren leidet unter einer kognitiven Dysfunktion. Die ersten Anzeichen sind erst einmal subtil und nicht so auffällig. Die Katze bleibt z. B. wie angewurzelt stehen, schaut planlos und verwirrt umher nach dem Motto „Was wollte ich noch einmal?“ bevor sie weiter wieder ihren Weg fortsetzt.

Neben der zeitweiligen Vergesslichkeit und Verwirrtheit zeigen sich häufig folgende Verhaltensänderungen:

- veränderter Tag-/Nacht-Rhythmus

- Umherstreifen ohne Ziel

- Miauen oder Schreien (vor allem nachts)

- Unsauberkeit (Katze vergisst wo die Katzentoilette steht)

- weniger Körperpflege

- Reizbarkeit

- Ängstlichkeit

- veränderte soziale Beziehungen zum Menschen und zu anderen Katzen

- geänderter Appetit,

die durch Sauerstoffarmut im Gehirn, alterungsbedingten Schäden an den Gehirnzellen, verminderter Durchblutung, Ablagerung von Schadstoffen innerhalb und außerhalb von Zellen ausgelöst werden.

Letztendlich muss der Tierarzt die Diagnose „Kognitive Dysfunktion“ stellen, indem er die psychischen Symptome erfasst und körperliche Erkrankungen als Ursache ausschließt. Denn schließlich neigen ältere Katzen zu mehr als einer Erkrankung.

Senile Katzen wachen oft verwirrt aus einer Tiefschlafphase auf und benötigen einige Zeit, sich in Zeit und Raum zu orientieren bzw. schaffen es gar nicht, wenn gewohnte Geräusche und Menschen fehlen. Dies führt zu Angst und sie fangen an nach Kontakt zu rufen. Obwohl das Katzenauge auch bei wenig Licht noch gut funktioniert, kann ein Kinderlicht hier helfen. Einige Katzen fühlen sich mit mehr Licht wohler und schreien nachts nicht.

Daneben sind liebevolles Ansprechen und vorsichtige Zuwendung für eine alte Katze ebenso wichtig wie sehr viel Nachsicht. Denn irgendwann in naher oder ferner Zukunft wird es uns nicht anders ergehen als ihr.

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Eine Katze zieht ein

Wenn eine Katze in ihr neues Zuhause einzieht, gibt es einige Punkte zu beachten, damit einem harmonischen Zusammenleben nichts im Weg steht.

Um die Haltungsbedingungen der Katze im Haushalt verstehen zu können, schildere ich zu jedem nachfolgenden Thema die Verhaltensweise der Falbkatze von der unsere Hauskatze abstammt.

Elimination bzw. Ausscheidungsverhalten

Leben der Falbkatze:

Die frei lebende Katze setzt Kot und Urin an unterschiedlichen, meist sandigen bzw. erdigen, trockenen Plätzen an geschützten Stellen ab. Dazu wird meist eine zuvor frisch gegrabene Grube benutzt, die anschließend zugescharrt wird. Urin wird mehrmals am Tag, Kot 1-2x pro Tag abgesetzt.

Was leitet sich daher für die Haltung der Hauskatze ab:

Als Grundregel für die Anzahl der Toiletten gilt folgende Regel: Anzahl der Katzen + 1, d. h. bei einer Katze 2 Toiletten, bei 2 Katzen 3 Toiletten, etc.

Damit ist sichergestellt, dass jede Katze eine „freie“ Toilette vorfindet in der sie Urin und Kot an verschiedenen Stellen absetzen kann.

Die Toiletten sollten schnell erreichbar sein, damit diese rechtzeitig aufgesucht werden können. Dies spielt insbesondere bei älteren Katzen eine Rolle, die keine weiten Wege mehr zurücklegen können. Bei mehreren Stockwerken sollte mindestens eine Toilette pro Etage vorhanden sein.

Stellen Sie Toiletten nicht direkt nebeneinander, sonst gelten diese als eine Toilette. Zudem sollten die Toiletten groß genug sein, damit sich Ihre Katze bequem umdrehen kann. Wie auch wir Menschen möchten es Katzen auf der Toilette bequem haben und sich nicht in einen engen Raum quetschen müssen. Zu scharren, sich zu drehen und die Stelle zu beriechen gehört zum normalen Ablauf des Eliminationsverhaltens. Wenn die Katze diese Verhaltenssequenz aufgrund beengter Katzentoiletten nicht zeigen kann, braucht man sich nicht wundern, wenn sie sich einen besser geeigneten Ausscheidungsort sucht. Die Mindestgröße einer Katzentoilette beträgt 40-50 cm; bei größeren Rassen mehr! Der Toilettenrand sollte hoch genug sein, dass Sand beim Scharren in der Toilette bleibt, z. B. kann man eine Stapelbox aus dem Baumarkt verwenden. Außerdem sollte die Toilette nicht kippbar sein. Ein niedriger Einstieg ist bei Katzenkindern und -senioren wichtig.

Die Toilette sollte offen, ruhig und sichtgeschützt und nicht neben Futter- oder Schlafplätzen (wir Menschen möchten auch nicht ausscheiden wo wir essen oder schlafen) aufgestellt werden und der Zugang zu dieser sollte frei bleiben.

Die Katzenstreu sollte weich, rundkörnig und sandartig sein, eine gute Saugkraft besitzen, gut zum Scharren und nicht parfümiert sein. Bei Klumpstreu sollte der Kot bzw. der Urin mind. 1x pro Tag und die gesamte Streu nach 1-2 Wochen (mittlerweile gibt es auch Streu, das 30 Tage frisch bleibt – hängt auch davon ab wie viele Katzen die Toilette benutzen) entfernt werden. Am besten reinigt man die Katzentoilette nur mit heißem Wasser und hin und wieder mit geruchsneutralen Reinigern wie z. B. Neutralseife (keine ammoniakhaltigen Reinigungsmittel verwenden! Ammoniak empfinden Katzennasen als Uringeruch; Chlor und Geruchstoffe, wie sie in Putzmitteln vorkommen, können Harnmarkieren auslösen, sind also kontraproduktiv.)

Katzen sind in der freien Natur keine Höhlenpinkler. Daher ist eine Haubentoilette ungeeignet. Auch Feuchtigkeit verdunstet darin schlechter, Geruch kann sich stauen (bei älteren Modellen mit Teppichmesser Löcher in die Haube schneiden; neuere Modelle haben Luftschlitze, dann am besten die Schwingtür entfernen).

Nahrungs- bzw. Wasseraufnahme

Leben der Falbkatze:

Die frei lebende Katze isst mehrmals am Tag kleine Portionen. Ihren Flüssigkeitsbedarf deckt sie aus den Körpersäften der Beutetiere. Wenn sie dennoch einmal Durst hat, sucht sie eine Wasserstelle auf, dort isst sie aber nicht. Ihr Stoffwechsel ist nicht auf längere Hungerzeiten eingestellt und ihre Verdauung ist nicht darauf ausgelegt größere Portionen auf einmal zu verdauen.

Was leitet sich daher für die Haltung der Hauskatze ab:

Demzufolge sollte man Futter und Wasser getrennt voneinander anbieten. Das Futter soll nicht neben dem Schlafplatz stehen - als Mensch möchte man auch nicht ständig Essengerüche in der Nase haben.

Da Katzen reine Fleischesser sind, sollten Sie hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil kaufen (je höher der Fleischanteil desto besser!). Dies hält Ihre Katze gesund!

Bei Freigängerkatzen sollte wenigstens 1x pro Tag eine feste Fütterungszeit gelten; dies bindet sie an das Heim. Eine ad libidum Fütterung (Futter zur freien Verfügung) kommt der natürlichen Nahrungsaufnahme am nächsten. Nachteil dieser Fütterung ist allerdings, dass dann Krankheit oder psychische Veränderungen nicht so schnell erkannt werden können. Zudem besteht die Gefahr, dass die Katze aus Langeweile isst.

Eine Wohnungskatze sollte am Tag mehrmals gefüttert werden und dient auch der sozialen Kontaktaufnahme. Stellen Sie den Napf nicht gleich weg, denn das Essen ist oft erst nach 30 Minuten abgeschlossen; sie streift durch die Wohnung und kommt 2-3 Mal zum Napf zurück. Man kann ihr Trockenfutter als Beschäftigung plus 2-3 kleine Portionen Nassfutter und Fleisch geben. Katzengras sollte auch immer zur Verfügung stehen.

Manche Katzen mögen lieber abgestandenes Wasser (Gießkanne, Blumenuntersetzer, Blumentopf mit Wasser), manche bewegtes Wasser (Trinkbrunnen, tropfender Wasserhahn). Wenn Ihre Katze zu wenig trinkt, können Sie warmes Wasser oder Fleischsaft unter das Nassfutter mischen.

Schlaf/Regeneration

Leben der Falbkatze

Die Falbkatze ist in der morgendlichen und abendlichen Dämmerung aktiv. Ein Schlafzyklus dauert ca. 30 Minuten (25 Minuten Leicht- u. Tiefschlaf, 5 Minuten REM-Phase mit Träumen). Sie schläft meist an erhöhten, warmen, trockenen und höhlenartigen Plätzen. Bei befreundeten Katzen findet Kontaktliegen statt.

Was leitet sich daher für die Haltung der Hauskatze ab:

Schaffen Sie Schlaf- und Rückzugsplätze mit Körben und Kartons auf Regalen, Schränken und Kommoden. Neben dem Schlafplatz haben Toiletten nichts zu suchen. Einzig bei sehr alten und/oder kranken Katzen kann es nötig sein, die Toilette(n) in unmittelbarer Nähe zum Ruheplatz aufzustellen.

Explorationsverhalten

Leben der Falbkatze

Die Falbkatzen besitzen überschneidende Reviere. Diese setzen sich aus einem kleinen Kernbereich (hier befinden sich die Schlaf- und Futterplätze) und dem deutlich größeren Streifgebiet zusammen.

Die Reviere der Kater sind dreimal so groß wie die von Kätzinnen. Die Größe reicht von 100 qm bis zu mehreren 100 ha. Das Revier wird mehrmals am Tag durchstreift. In dieser Zeit ist die freilebende permanent gefordert - Katzen sind Jäger, aber auch Gejagte und beobachten ihr Revier von höher gelegenen Plätzen.

Was leitet sich daher für die Haltung der Hauskatze ab:

Eine Wohnungskatze kann ihr Explorationsverhalten nur eingeschränkt zeigen, deshalb muss der Halter ihre Neugier und Aufgeschlossenheit fördern und die Wohnungskatze flexibel halten. Man sollte neue Reize anbieten; kleine Änderungen trainieren die Flexibilität. Bringen Sie z. B. Tannenzapfen, kleine Äste, Laub, Steine, etc. von ihrem Spaziergang mit. Stellen Sie Kartons auf, legen Sie Papiereinkaufstüten (keine Plastiktüten – es droht Erstickungsgefahr!) mit durchgeschnittenen Tragegriffen (Erdrosselungsgefahr) in der Wohnung aus. Lassen Sie Kleidung, die Sie außerhalb der Wohnung anhatten einmal liegen. Räumen Sie nicht gleich auf und lassen Sie die Katze die „Unordnung“ neu erkunden.

Absolute Tabuzonen braucht eine katzengerechte Wohnung nicht, temporäre Tabuzonen eröffnen hingegen neue Welten. Gewähren Sie z. B. zu bestimmten Zeiten Zugang zu Schränken, zu offenen Schubladen und Wäschekorb.

Gestalten Sie Ihren Balkon interessant. Bringen Sie an der Brüstung Bretter als Aussichts- u. Sonnenplatz an, platzieren Sie echte Baumstämme mit Rinde zum Kratzen, stellen Sie Kräuter und ungiftige Blühpflanzen, die Schmetterlinge u. Insekten anlocken, auf.

Gestalten Sie Ihre Fenster attraktiv für Ihre Katzen. Stellen Sie am äußeren Fensterbrett Katzengras, Blumen und Kräuter auf; am inneren Fensterbrett schaffen Sie eine große Liegefläche und platzieren als Sichtschutz für die Katze eine große Zimmerpflanze.

Berufstätige Halter von Wohnungskatzen sollten immer den Zugang zum Schlafzimmer gewähren.

Erhöhte Plätze als Rückzugszone und Beobachtungsplatz sind sehr wichtig, sowie Verstecke und Ruhezonen. Basteln Sie einen Catwalk.

Da Katzen ein Kern- und ein Streifgebiet besitzen, sollte die Wohnung mindestens 2 Räume besitzen. Als Grundregel gilt, dass man nicht mit mehr Katzen als katzengerecht eingerichtete Zimmer zusammenleben soll. Am besten ist, wenn jeder Mensch und jede Katze einen eigenen Raum in der Wohnung nutzen kann, d. h. 2 Menschen können in einer 4-Zimmer-Wohnung mit 2 Katzen leben.

Bewohner eines Einzelzimmerappartements mit Nasszelle und Miniküche sollten von einer Katzenhaltung Abstand nehmen - es sei denn, sie haben die Möglichkeit der Katze regelmäßig Freigang zu gewähren.

Körperpflege

Leben der Falbkatze

Die frei lebende Katze verbringt 1-4 Stunden am Tag mit der Körperpflege. Kätzinnen investieren mehr Zeit als Kater. Geputzt wird vor oder/und nach dem Schlafen bzw. Ruhen und nach dem Essen. Während dem Putzen werden Endorphine freigesetzt; diese wirken entspannend und angstlösend. Befreundete Katzen putzen sich häufig gegenseitig. Aber Vorsicht gegenseitiges Belecken ist nicht immer freundlich gemeint. Daher muss man die Gesamtsituation betrachten. Sind beide Katzen tatsächlich entspannt? Beleckt eine Katze eine andere hektisch und aufdringlich, kann dies eine versteckte Aggression sein „Ich will dich hier weg haben“.

Was leitet sich daher für die Haltung der Hauskatze ab:

Stören Sie eine Katze niemals beim Putzen. Wenn sich Ihre Katze nicht (mehr) putzt oder sich übermäßig putzt ist dies nicht mehr normal. Ältere Katzen putzen sich nicht mehr so häufig. Nach einer Operation bringen Sie eher einen stabilen Verband als einen Halskragen an

Jagdverhalten

Leben der Falbkatze

Die frei lebende Katze jagt 3-4 Stunden am Tag und verfolgt hier 2 Strategien: Umherstreifen im Revier auf Suche nach einem Beutetier und geduldiges Warten vor Löchern, Ritzen oder Spalten (sie ist ein Lauerjäger). Eine Jagdsequenz (mit oder ohne Erfolg) dauert ca. 30 Minuten. Bei einem Jagderfolg spielt sie mit lebender Beute. Die Beute (Spielzeug) wird bepfötelt. Das zielgerichtete Benutzen der Pfoten und die Suche nach Reizen, die das Pföteln auslösen, sind angeboren.

Was leitet sich daher für die Haltung der Hauskatze ab:

Freigänger können ihre Jagd draußen ausüben. Wohnungskatzen können im Sommer nach Insekten und Fliegen jagen, im Winter ist die Katze abhängig von der Kreativität des Menschen (Animationsprogramm von 10 bis 20 Minuten ist zu wenig).

Einfach umzusetzende Spiele sind z. B.:

  • Mit einer 1,5 m langen Schnur um Knöchel die Hausarbeit erledigen

  • Vom Sofa aus Trockenfutter werfen

  • Trockenfutter verstecken, dabei Verstecke variieren

  • Wenn man längere Zeit außer Haus ist, bietet sich an leere Küchen-/Toilettenpapierollen zu füllen mit:

    • Leckerchen und Zeitungspapier (ihr zeigen, dass Leckerchen herauspurzeln, wenn Papier herausgezogen wird)

    • Kleine Löcher hineinschneiden und Enden der Rollen nach innen drücken

Beachte: Katzen brauchen schnelle Erfolge, d. h. Papier nur locker stecken und Löcher

anfangs groß genug schneiden

  • Mauslochkarton (Seitenlänge nicht länger als doppelte Vorderbeinlänge): auf Bodenhöhe sollten Löcher in die Ecken und eventuell Seiten geschnitten werden.

  • Fummelbretter

Eine Mischung aus Bewegungs- und Konzentrationsspielen ist optimal. Mit zunehmendem Alter geht die Vorliebe hin zu Konzentrationsspielen.

Wichtig:

Räumen Sie das Spielzeug nach dem Spielen weg, denn es besteht die Gefahr der Erdrosselung und dass Teile verschluckt werden.

Achten Sie auch bei der Spielzeugauswahl darauf, dass sich vom Spielzeug keine Teile lösen können, z. B. Augen und Nase einer Spielzeugmaus.

Kommunikations-/Markierverhalten

Leben der Falbkatze

Die frei lebende Katze kommuniziert entweder zur Distanzverringerung/Kontaktaufnahme oder zur Distanzvergrößerung/Vermeiden von Kontakt. Dabei benutzt sie Kombinationen aus olfaktorischen, optischen, akustischen und taktilen Signalen. Die Geruchsbotschaften spielen die wichtigste Rolle. Bei Gesichtsmarkieren gibt sie Pheromone ab; bei Allomarkieren werden die Pheromone bei Entlangstreifen an anderen Katzen und Sozialpartnern abgegeben und tragen so zum Gruppengeruch bei.

Das Harnmarkieren kann von allen Katzen gezeigt werden; kastrierte und unkastrierte Tiere spritzharnen im Streifgebiet, nicht aber im Kerngebiet. Erregung kann Harnmarkieren auslösen.

Manche Katzen setzen Kotmarken an gut sichtbaren, meist erhöhten Stellen ab und stellen ein optisches und geruchliches Markieren des Reviers dar.

Kratzmarkieren stellt vor allem eine geruchliche Präsentation (Pheromone werden abgegeben) dar. Durch lautstarkes Kratzen und sichtbare Spuren werden optische, akustische und olfaktorischen Signale abgegeben, um sich selbst zu inszenieren und seine Lebensfreude und Wichtigkeit auszudrücken. Daher hat Kratzen auch eine soziale Komponente. Die Kratzstellen sollten sich neben den Schlafplätzen, an Wegen an denen andere Katzen vorbeikommen und an Stellen an denen sie von anderen Katzen/ihren Menschen beobachtet werden kann, befinden.

Zu den akustischen Signalen und der Körpersprache gehe ich in einem weiteren Artikel näher darauf ein.

Was leitet sich daher für die Haltung der Hauskatze ab:

Entfernen Sie maximal 30 % bis 50 % der schwarzen Stellen, die durch Gesichtsmarkieren Ihrer Katze gesetzt werden. Bei ängstlichen, unsicheren Katzen führt dies sonst zu Kratz- oder Harnmarkieren.

Das Harnmarkieren ist eng mit Erregung verknüpft - je mehr Katzen, desto höher ist die Markierwahrscheinlichkeit.

Die handelsüblichen Kratzbäume sind als Kratzstellen ungeeignet, denn die Umwicklung der Stämme ist meist zu straff. Zudem sind oft die Stangen zu kurz. Das bedeutet, dass die Katzen schlecht ihre Spuren hinterlassen können. Geeignet ist eher weiches Holz, Sisal-, Kokos- oder Bastmatten oder Teppichreste.

Kratzstellen können horizontal oder vertikal an der Wand angebracht werden, ferner auch am Boden liegen. Schaffen Sie auch Kratzstellen an Orten, wo Frustrationen entstehen können, z. B. neben Türen, die tabu sind.

Die soziale Komponente ist in einem wenig genutzten Raum, wie dem Gästezimmer oder dem Keller, nicht gegeben.

Katzen strecken und kratzen sich gern nach dem Aufstehen. Daher sollte der Kratzbaum oder ein zweiter Kratzbaum in der Nähe des Schlaf-/Ruheplatzes stehen.

Harmonisches Miteinander

Katzen kennen keine Unterwerfungs- u. Beschwichtigungsgesten. Sie lernen über Erfolg und Misserfolg

Bestrafen Sie niemals Ihre Katze – dies stört die Beziehung zu Ihnen, verursacht Angst und kann zu unerwünschtem Verhalten führen, wenn der Mensch abwesend ist. Belohnen Sie eher das Verhalten, das Ihnen gefällt. Sagen Sie Ihrer umtriebigen Katze ein nettes Wort, wenn sie ruhig am Fensterbrett liegt. Streicheln Sie Ihre Katze, wenn sie neben statt auf Tastatur liegt. Belohnen Sie sie mit einem Spiel, wenn sie vorher ruhig liegt und mit einem fernsieht.

Tipp: wenn Ihre Katze Ihr Blumenbeet (sandiger, lockerer Boden – siehe auch Punkt „Elimination bzw. Ausscheidungsverhalten“ oben) als Katzentoilette benutzt und Sie dies stört, können Sie Kaffeesatz ins Blumenbeet geben. Beim Abschlecken ihrer Pfoten bekommt sie den bitteren Geschmack in den Mund und wird künftig diesen Ort meiden.

Blasen oder pusten Sie niemals Ihre Katze an. Die Katzen stoßen die Atemluft so scharf aus, dass das angefauchte Tier auf nahe Entfernung einen Lufthauch im Gesicht verspürt. Deshalb mögen Katzen es nicht, wenn man ihnen, wenn auch nur ganz leicht, ins Gesicht bläst.

Berühren Sie Ihre Katze nicht an der Nase – die Katzenmutter macht dies mit ihren Kindern, um sie zu bestrafen.

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Katzen zusammenführen – Freunde fürs Leben? Teil 1

Zwei Katzen, die sich gegenseitig die Köpfchen ablecken und dann eng umschlungen auf dem Bett einschlafen, nachdem sie zuvor quietschvergnügt gemeinsam durch den Hausflur getobt sind – für uns Katzenhalter gibt es kaum eine schönere Vorstellung. Genau das wünschen wir uns für unsere Katzen.

Die Realität sieht allerdings häufig anders aus. Da gibt es recht häufig im gleichen Haushalt lebende Katzen, die sich aus dem Weg gehen und sich gerade eben tolerieren. Wenn die Sympathie für einander ganz fehlt oder die Katzen schlechte Erfahrungen miteinander machen, entstehen Katzenbeziehungen, die von Frustration, Verärgerung, Angst oder Unsicherheit geprägt sind. Das kann für die Betroffenen Dauerstress bedeuten, unter dem die Gesundheit und die Lebensqualität leiden können. Und für uns Menschen ist der Anblick unserer Katzen dann auch nicht mehr so idyllisch. Viel zu häufig läuft die erste Begegnung zwischen zwei kätzischen Lebensgefährten in spe stressig und überfordernd ab. Dann starten diese beiden Katzen unter schlechten Voraussetzungen in ihr gemeinsames Leben und müssen sich nicht nur Kennenlernen, sondern gleich auch noch schlechte Erfahrungen miteinander überwinden. Das macht es ihnen unnötig schwer.

In diesem zweiteiligen Artikel erfährst, du was du beachten kannst, um schon bei der Vergesellschaftung deiner Katzen die Weichen auf Frieden und Harmonie zu stellen. Dazu gehören auch die Fragen:

  • Nach welchen Kriterien solltest du die Katzen auswählen?
  • Welche Kriterien sollte ein Mehrkatzenhaushalt erfüllen?
  • Und – im Zusammenhang mit Zusammenführungen wirklich besonders wichtig – wann ist es eine gute Idee, sich durch eine professionelle Verhaltensberaterin unterstützen zu lassen?

Wie nimmt deine Katze fremde Katzen wahr?

Nähern wir uns dieser Frage zunächst allgemein. Was denkst du, was eine Freigänger Katze empfindet, wenn sie draußen eine ihr fremde Katze sichtet?

  • Freude?
  • Neugier?
  • Jubiliert sie innerlich, läuft unbefangen los, um die Fremde mit hoch erhobenem Schwanz zu begrüßen?

Solche Katzen gibt es tatsächlich: Meist handelt es sich dabei um junge Katzen von unter 2 Jahren, die ungewöhnlich sozial sind und bisher noch nichts Schlechtes erlebt haben. Aber diese rührenden Geschöpfe sind die Ausnahme, nicht die Regel. Typische Gefühle im Anblick einer fremden Katze sind gesundes bis ausgeprägtes Misstrauen, Ärger darüber, dass da jemand ins eigene Revier eindringt oder Angst vor eben diesem Eindringling.

Fremde Katzen stellen füreinander eine Bedrohung dar – Bedrohung für die eigene Unversehrtheit und für die wichtigen Ressourcen (Jagdbeute, Futterstellen, Schlafplätze, ggf. Fortpflanzungspartner). Eine Katze tut gut daran, einer fremden Katze gegenüber misstrauisch zu sein!

Wenn du deine Katze mit einer anderen zusammenführen möchtest, solltest du also davon ausgehen, dass sich die beiden anfangs nicht gleich vor Begeisterung überschlagen werden.

Was fördert die Entstehung von Freundschaft?

Wenn zwei fremde Katzen sich unvermittelt ganz nah gegenüberstehen, kommt es aufgrund des Schrecks häufig zu starken emotionalen Reaktionen: Es wird gefaucht und geknurrt – wenn es gut läuft und die Katzen sich gut unter Kontrolle haben. Ist der Schreck zu groß oder ist einer von beiden kein Großmeister in Impulskontrolle, kommt es in einer solchen Situation leicht zu einem Angriff oder panikartiger Flucht, wobei beides in wilden Verfolgungsjagden und sogar Kämpfen münden kann. All dies ist nicht zuträglich, um anschließend Freundschaft zu schließen. Aggressive Kommunikation mit Fauchen und Knurren, vor allem aber starke Angstgefühle und Kämpfe stellen schlechte Erfahrungen dar, die sich – je nach Intensität der Vorkommnisse und Charakter der Katzen – tief ins emotionale Gedächtnis einbrennen können. Sie stehen der Annäherung dann massiv im Weg.

Freundschaft hingegen kann entstehen, wenn die ersten Begegnungen zwischen zwei Katzen so organisiert werden, dass beide aus sicherer Position heraus ihr Gegenüber in Ruhe betrachten können. Sichere Position meint nicht nur, aber vor allem eine ausreichend große Entfernung. Je größer der Abstand zwischen den beiden ist, desto weniger werden sich die Katzen als unmittelbare Gefahr wahrnehmen. In einer Zusammenführung solltest du anstreben, dass deine Katzen bei den Begegnungen möglichst entspannt bleiben können. Das ist der beste Weg, um gesundes Misstrauen schrittweise abzubauen und sich langsam zu öffnen. Während schlechte Erfahrungen zwischen den Katzen unbedingt vermieden werden sollten, ist alles hilfreich, was während der Begegnungen für mehr Entspannung, gute Laune und Freude sorgt.

Wir kommen etwas später darauf, was das für die praktische Umsetzung heißen kann. Lass uns zunächst zwei wichtige Punkte anschauen, die ebenfalls zentral für die Entstehung von Freundschaft zwischen Katzen sein können: Sympathie und ähnliche Bedürfnisse

Sympathie und ähnliche Bedürfnisse

Die schlechte Nachricht zuerst: die Sympathie haben wir leider nicht in der Hand. Das funktioniert zwischen Katzen nicht anders, als bei uns Menschen. Es gibt Sympathie und Antipathie auf den ersten Blick. Sympathie erhöht die Bereitschaft, sich friedlich-freundlich anzunähern. Antipathie senkt diese Bereitschaft drastisch. Herrscht zwischen zwei Katzen Antipathie und kann diese nicht überwunden werden, dann sollten diese Katzen nicht zusammenleben müssen.

Manchmal gibt es erst einmal eine Art Grauzone. Die Katzen wissen noch nicht, was sie voneinander halten sollen. Nicht nur, aber gerade dann kann die Annäherung leichter fallen, wenn die Katzenb Vergnügen an ähnlichen Dingen finden.

Achte deshalb schon bei der Auswahl der passenden Partnerkatze darauf, dass die Katzen hinsichtlich vieler Lebensbereiche möglichst kompatibel zueinander sind. Zentrale Punkte dabei sind:

  • Ähnliche Bedürfnisse nach Aktivität: ein immer actionbereiter Jungspund kann ein toller Vergnügungspartner für einen ebenso aktivitätsbegeisterten Kater sein, für einen introvertierten Katzensenior mit Nierenleiden hingegen ist er womöglich eine Zumutung.
  • Gleiches Geschlecht bzw. gleicher Spieltyp: Während Kater im Sozialspiel oft gerne raufen, bevorzugen Kätzinnen meist eher Rennspiele ohne Spielkampfeinlagen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Wenn du aktive Katzen hast oder aufnimmst, versuche deshalb bitte, eine Partnerkatze mit den gleichen Spielvorlieben auszuwählen. Sonst entwickelt der Raufbold schnell Frust und das zartere Seelchen leicht Angst.
  • ähnliche Bedürfnisse nach Nähe und Körperkontakt: Katzen unterscheiden sich stark darin voneinander, wie nah sie anderen Katzen sein möchten. Während einige unbedingt Körperkontakt und gegenseitiges Putzen brauchen, legen andere Wert auf eine ausreichende Distanz. Das birgt großes Frust- bzw. Bedrängungspotenzial. Sind sich zwei Katzen einig bei den Wünschen nach Nähe und Distanz, dann können sie ein harmonisches Team bilden.

Kannst du die Kriterien für einen Mehrkatzenhaushalt erfüllen?

Damit mehrere Katzen dauerhaft bei dir glücklich werden können, braucht es aber in der Regel ein paar Voraussetzungen. Diese unterscheiden sich stark je nach Katzenkonstellation, aber mit den folgenden Basics machst du definitiv nichts verkehrt:

  • Stelle ausreichend viele Katzentoiletten in unterschiedlichen Räumen bereit. Die goldene Regel lautet Anzahl der Katzen +1 = Mindestzahl Katzentoiletten
    Die gleiche Regel kannst du direkt auf alle weiteren wichtigen Katzendinge übertragen: Kratzgelegenheiten, Schlafbettchen, im Winter Heizungsplätze, Versteckmöglichkeiten, erhöhte Plätze, Wasserstellen, etc.
  • Hast du ausreichend viel Zeit, um mit allen Katzen nacheinander zu spielen und zu kuscheln, wenn deine Katzen diese besonderen Aktivitäten nicht miteinander teilen können? Das kommt nämlich recht häufig vor.
  • Verfügst du über ausreichend viele schön ausgestattete Räume, so dass jede Katze immer einen Raum für sich allein finden kann, wenn sie gerade mal weder Mensch noch Katze sehen möchte?
  • Bist du dir grundsätzlich im Klaren darüber, dass eine Katze mehr auch mehr Zeit erfordert?
  • Und natürlich auch ein Kostenfaktor ist bei Futter, Streu und tierärztlicher Versorgung?
  • Sind deine Familienmitglieder alle einverstanden, eine oder mehrere weitere Katzen aufzunehmen?
  • Sind deine jetzigen Katzen und die, die du auswählst, alle wirklich sozialen Katzen, die die Gesellschaft anderer Katzen grundsätzlich schätzen? Nur dann haben sie eine Chance, im Mehrkatzenhaushalt wirklich glücklich zu werden.

Bitte drücke dich nicht davor, diese vielleicht etwas unbequemen Fragen ehrlich zu beantworten.

Ausblick

Du hast eine Katze gefunden, die gut zu deiner schon vorhanden Katze passen könnte? Und du bist zuversichtlich, die Kriterien für einen Mehrkatzenhaushalt gut zu erfüllen? Dann beherzige bei der Vergesellschaftung bitte die Tipps aus dem folgenden zweiten Teil des Artikels

Katzen zusammenführen – Freunde fürs Leben? Teil 2

Im ersten Teil des Artikels hast du gelernt, dass Katzen fremden Katzen typischerweise mit Misstrauen begegnen, dass schlechte Erfahrungen miteinander zu vermeiden sind, wenn man Freundschaft zwischen den Katzen fördern möchte. Außerdem hast du Hinweise für die Auswahl einer passenden Partnerkatze bekommen.

Jetzt kommen einige praktische Tipps für die Zusammenführung.

Das Willkommenszimmer

Bereite ein Willkommenszimmer für den Neuankömmling vor. Es enthält gemütliche Rückzugsmöglichkeiten, Wasser und Futter, Katzenklo und Kratzgelegenheit.

Hier kann sich die neue Katze von der Aufregung der Reise erholen und dich etwas besser kennenlernen.

Bitte wähle als Willkommenszimmer eines, dass für deine Bestandskatze/n nicht so wichtig ist.

Die Tür des Willkommenszimmers bleibt dabei zunächst geschlossen, bis die neue Katze wirklich entspannt und wohlig wirkt. Erst dann kann die erste Begegnung zwischen deinen Katzen erfolgen, sofern auch deine Bestandskatze entspannt mit der neuen hinter der Tür wirkt.

Gesicherte Begegnung

Am besten bereitest du für die erste Begegnung zwischen den Katzen eine Sicherung vor. Montiere eine (selbstgebaute) Gittertür oder ein Katzennetz im Türrahmen. Die Katzen können sich durch diese Barriere sehen, aber es kann nichts schiefgehen. Schlimmstenfalls düst eine der Katzen zur Barriere oder eine flieht, aber es kann keine Verfolgung und keinen Kampf geben. Du stellst so also sicher, dass deine Katzen keine dramatisch schlechte Erfahrung miteinander machen können. Das ist die halbe Miete auf dem Weg zur Freundschaft!

Gestalte anfangs zeitlich auf einige Minuten begrenzte gesicherte Begegnungen. Jede Katze wird dabei durch einen ihr zugeteilten Menschen unterstützt, der ihr Leckereien anbietet und ruhige Stimmung verbreitet. Leckereien gibt es auch dann, wenn gefaucht, geknurrt oder ängstlich bzw. böse geguckt wird. Das Ziel der Leckerchengabe ist es in diesem Moment, die Stimmung zu verbessern und damit freundliche Kommunikation wahrscheinlicher zu machen. Die Botschaft soll lauten: „Wenn du diese Katze siehst, passieren für dich tollste Dinge!“

Gib den Katzen gerade bei den ersten Kontakten die Möglichkeit, sich mit mehreren Metern Abstand zueinander zu sehen. Fünf bis sechs Meter dürfen es gerne sein, wenn das machbar ist. Mehr wären noch besser!

Die erste Begegnung ohne trennende Sicherheitsbarriere erfolgt erst, wenn mehrere Treffen an der Barriere entspannt und freundlich abgelaufen sind. Wichtig ist dabei, dass du beobachten kannst, dass die Katzen an der Barriere wirklich in Kontakt miteinander gehen. Schauen sie sich überhaupt nicht an oder gehen aus dem Sichtkontakt heraus, ist das kein gutes Zeichen, auch wenn es friedlich wirkt. Vermeiden es die Katzen auch nach mehreren Tagen mit zahlreichen Kontaktmöglichkeiten, miteinander wirklich in Kontakt zu kommen, dann hol dir bitte Unterstützung durch eine Verhaltensberatung.

Erste direkte Begegnung

Versuche den Katzen für die erste Begegnung ohne schützende Barriere viel Platz zu geben. Ein großes Wohnzimmer mit offenen Zimmertüren in der ganzen Wohnung bietet mehr Rückzugs- und Fluchtoptionen als ein geschlossenes kleines Zimmer. Und diese Optionen können Sicherheitsgefühl geben und damit zur Entspannung beitragen.

  1. Öffne die Tür zwischen den Katzen weit, so dass sie nicht am Türschlitz aufeinandertreffen. Atme tief durch und verbreite gemeinsam mit einer helfenden Person entspannte gute Laune.
  2. Verbessere die Stimmung wieder mit Leckerchen, beruhigenden Worten oder bei jungen Katzen auch ruhigen Spielangeboten. Lockt die Katzen damit nicht zueinander, sondern helft ihnen ausreichend großen Wohlfühlabstand zueinander zu finden, wenn es kurzzeitig etwas angespannt wird. Wenn ihnen der Sinn danach steht, können sie sich von alleine wieder annähern.
  3. Beende die Begegnung während alles einigermaßen entspannt ist. Gib den Katzen anschließend eine Ruhepause – das war sehr aufregend und anstrengend für sie – bevor du ein paar Stunden später oder am nächsten Tag die nächste direkte Begegnung arrangierst.
  4. Wiederhole diese Begegnungen so oft, bis die Katzen mehrmals gelassen und neugierig-freundlich miteinander umgehen. Dann sind sie soweit, dass sie über längere Zeiträume in deiner Anwesenheit schon zusammenbleiben und sich besser kennenlernen können.

Eingliederung in einen Mehrkatzenhaushalt

Möchtest du eine Katze in einen bestehenden Mehrkatzenhaushalt integrieren oder mehrere neue Katzen zu einer bereits vorhandenen aufnehmen, dann führe die eben beschriebenen Begegnungsschritte bitte jeweils einzeln mit zwei Katzen zurzeit durch. Das ist zwar aufwändig, sichert dich aber gegen zwei große Risiken, die eine Zusammenführung sehr erschweren können: Trifft eine einzelne Katze auf zwei oder mehr bereits miteinander vertraute Katzen, dann ist die Gefahr der Verunsicherung und damit Überreaktionen recht hoch. Ein weiteres Risiko ist die ungerichtete Aggression, bei der anstelle des gruseligen Neuzugangs die eigentlich geliebte oder akzeptierte Mitkatze attackiert wird.

Hol dir frühzeitig Hilfe!

Bei der Gestaltung einer Zusammenführung legst du die Grundsteine für die künftige Beziehung. Es lohnt sich also, dabei möglichst durchdacht und sorgsam vorzugehen. Eine professionelle Katzenverhaltensberaterin kann dir schon bei der Planung wertvolle Hinweise geben, ganz besonders auch dann, wenn du eigentlich gar nicht weißt, wie deine Katze auf eine andere Katze reagieren könnte. Sie kann dir helfen, ein gutes Willkommenszimmer zu wählen und eine praktikable Barriere zu entwerfen. Vor allem kann sie dir konkrete Anleitungen geben, wie du Leckerchen und ähnliches einsetzen kannst, um wirklich effektiv die Stimmung zu verbessern. Es gibt dabei einige Details zu beachten, die den Rahmen dieses Artikels sprengen würden.

Bitte hol dir Unterstützung, wenn du mehr als zwei Katzen miteinander bekannt machen möchtest. Je mehr Katzen beteiligt sind, desto komplexer wird die Gestaltung.

Und bitte engagiere spätestens dann eine Verhaltensberaterin, wenn die Zusammenführung nicht so einfach läuft, wie du erwartet hast, und eine der Katze große Angst zeigt bzw. es zu Jagden und Angriffen kommt. Deine Katzen müssen jetzt nichts auskämpfen! Sie müssen schnellstmöglich aufhören, sich als Feinde zu betrachten, wenn es noch eine Chance auf Freundschaft geben soll.

Welche Maßnahmen für solche Situationen hilfreich sind, lässt sich leider nicht pauschal sagen. Das ist abhängig davon, was hinter dem Verhalten der Katzen steht:

  • Handelt es sich um territoriale Aggression?
  • Spielt Frustration eine Rolle?
  • Kommt es zu ungerichtetem Jagdverhalten oder verhält sich eine Katze defensiv aggressiv?
  • Hat die ängstliche Katze zu Recht Angst, weil sie bedroht wird?
  • Wie stark sind die Erregungslevel der beteiligten Katzen?
  • Was bräuchten sie, um ansprechbar und offen sein zu können?

Du solltest wissen: Man kann nicht jede Zusammenführung zu einem Erfolg führen. Deshalb solltest du immer einen guten Plan B bereithalten für den Fall, dass du die Zusammenführung aufgeben musst. Aber es gibt für schwierige Vergesellschaftungen Zusammenführungsverfahren, die mit ausreichend viel Zeit und Belohnungsmöglichkeiten tolle Ergebnisse hervorbringen können. Dafür müssen sie aber rechtzeitig zum Einsatz kommen.

Ausblick

Was für eine Zusammenführung hilfreich ist, kann eine andere zum Scheitern verurteilen. Bedenke, dass die Zusammenführungsschritte immer zu den Individuen passen müssen, zu ihren bisherigen Erfahrungen, ihren aktuellen Gefühlen sowie deinen persönlichen Lebensumständen.
Es lohnt sich wirklich, in die Zusammenführung von Katzen Zeit und Expertise zu investieren.

Sind vier, sechs oder acht Wochen behutsame Zusammenführung wirklich zu lang, wenn du durch fünf, zehn oder fünfzehn Jahre anschließende Katzenfreundschaft belohnt wirst?

Du investierst dabei gleichzeitig auch in die Lebensqualität deiner Katzen, sowohl während der Vergesellschaftung als auch im späteren Zusammenleben.

Quelle

https://www.zooroyal.de/magazin/katzen/katzen-zusammenfuehren-1/

https://www.zooroyal.de/magazin/katzen/katzen-zusammenfuehren-2/

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Auszug aus dem Buch „Katzenhaltung mit Köpfchen – Für ein rundum glückliches Katzenleben“ von Christine Hauschild

Das Leben aus Sicht der Katze

Lebensraum Wohnung

Stelle dir bitte einmal kurz, aber bildhaft deine Traumwohnung vor: Sie ist groß und ganz nach deinem Geschmack eingerichtet. Sie hat eine extrem gemütliche Sofaecke mit Kamin, einen schön platzierten Tisch zum Essen und Spielen, eine tolle Küche, um leckere Speisen zu zaubern. Überall hast du flauschige Teppiche, die sich ganz toll unter den Füßen anfühlen, oder von mir aus auch Stäbchenparkett, falls dir das lieber ist. Vielleicht hast du nicht nur eine Badewanne, sondern auch noch ein kleines Trimm-Dich-Gerät. Du hast neben einem Bücherregal und einer Spielesammlung bestimmt einen Fernseher, vielleicht auch einen DVD-Player und eventuell sogar eine Spielekonsole.

Und jetzt stell dir vor, du lebst in dieser Wohnung – und du darfst sie bis ans Lebensende nicht mehr verlassen. Diese Wohnung ist dein Lebensraum. Leider hast du kein Internet und kannst keine neuen Bücher, DVDs oder Spiele für die Konsole bestellen. Du kannst nur die bereits vorhandenen lesen oder ansehen. Und im Fernsehen läuft auch nur ein merkwürdiger Kanal, in dem immer wieder die gleichen Sendungen gezeigt werden. Um Geld brauchst du dir keine Sorgen zu machen, arbeiten war gestern. Wenn etwas kaputt geht, taucht dieser Gegenstand einfach nagelneu wieder auf. Die Vorratsschränke sind immer voll – mit jeder Menge Fertiggerichten. Du brauchst also noch nicht einmal zu kochen, und über den Einkauf musst du auch nicht nachdenken. Wie lange kannst du dieses faule Leben genießen?

Verändern wir dieses Szenario leicht: Es lebt noch jemand mit dir in dieser Wohnung. Diesen „Jemand“ magst du gern, er spricht allerdings deine Sprache nicht. Dafür hat Jemand die Kontrolle über die Fertiggerichte und über die An-Knöpfe für sämtliche Unterhaltungsmedien. Es gibt Tage, an denen Jemand sehr liebevoll zu dir ist, mit dir spielt und deinen Rücken massiert. An anderen Tagen kommt er gar nicht nach Hause oder beachtet dich kaum, während er in seine eigenen, sehr merkwürdigen Tätigkeiten vertieft ist. Manchmal bringt Jemand dir einen neuen Film mit, manchmal überrascht er dich mit einem neuen Buch. Aber manchmal macht er für drei Wochen am Stück den Fernseher noch nicht einmal für einen alten Schinken an. Wie fühlst du dich?

Die Haltung von Katzen in reiner Wohnungshaltung ist noch ein vergleichsweise neues Phänomen, nachdem sie als Hofkatzen längere Zeit eher in der Nähe der Menschen gelebt haben. Als typische Hofkatze hatte die Katze nur begrenzten Zugang zum Wohnraum der Menschen und lebte stattdessen mit ihrer Katzengruppe in erster Linie auf dem gesamten Hof mit Zugang zu Scheunen und Ställen. Für die Erledigung ihrer Aufgabe als Mäusejägerin erhielt sie zusätzlich von den Menschen etwas Futter.

Heutzutage lebt der Großteil der Katzen in Deutschland in Häusern und Wohnungen ohne Freigang. Das Leben einer Wohnungskatze ist grundverschieden von dem einer Hofkatze. Betrachte die Hauptunterschiede zwischen dem Alltag der traditionellen Hofkatze und dem der „modernen“ Wohnungskatze.

Unterschied Nr. 1: Die Wohnungskatze ist arbeitslos.

Freilebende Katzen verbringen einen großen Teil ihrer wachen Zeit mit Jagd und Erkundung. Sie besuchen verschiedene Stellen ihres Reviers und schauen nach dem Rechten. Hat sich etwas verändert? Was ist das für ein Geruch? Zu wem gehört diese Markierung hier? Und sie halten Ausschau nach potentieller Beute. Wird diese erspäht oder gehört, beginnt die manchmal rasante, aber häufiger viel Zeit in Anspruch nehmende Jagd. Eine Katze kann stundenlang gespannt lauernd vor einem Mauseloch ausharren, wenn sie daraus ein verdächtiges Geräusch wahrgenommen hat. Sie kann lange damit zubringen, Vögel zu beobachten und auf den richtigen Moment zum Sprung warten. Und in der Regel braucht sie auch noch sehr viele Versuche, bis der Sprung dann zum Erfolg führt. Auf dem Heimweg gibt es wieder viel zu sehen, viel zu riechen, viel zu hören.

Im Leben einer normalen Wohnungskatze gibt es keine echten Beutetiere zu belauern und zu erjagen. Eine Ausnahme bilden vielleicht die eine oder andere verirrte Motte oder Fliege, wenn die Menschen so nett waren, die Fenster offen zu lassen. Der Job, den unsere Katzen also perfekt beherrschen und für den sie ein absolutes Naturtalent haben, ist auf dem Arbeitsmarkt für Wohnungskatzen nicht verfügbar (falls du jetzt die Idee hast, deiner Katze lebende Beute mit nach Hause zu bringen, ehrt dich das. Es ist aber aus tierschutzrechtlichen Gründen zum Glück verboten und deshalb keine geeignete Lösung.) Auch für die zweite typische Beschäftigung die Erkundung, gibt es in der Wohnung keine Verwendung. Wenn man tagein tagaus in den gleichen vier Wänden lebt, kennt man sie sehr schnell auswendig. Es passieren im Alltag meist wenig spannende Dinge und es tauchen nur wenige neue Reize auf, die wirklich eine ernsthafte Erkundung wert sind. Stattdessen gibt es einfach NICHTS zu tun und Frau Katz und Herr Kater leiden unter Langeweile.

Unterschied Nr. 2: Keine Kontrolle über die Nahrung

Freilebende Katzen spezialisieren sich nicht selten auf bestimmte Beutetiere. Mäuse bilden natürlich normalerweise, wenn vorhanden, die Hauptnahrungsquelle. Aber die Geschmäcker sind durchaus verschieden: Einige Katzen fressen gerne Schnecken, andere Eidechsen und wieder andere schwören auf Insekten. Unterschiedliche Beutetiere erfordern auch unterschiedliche Jagdtechniken und sind mit mehr oder weniger Risiko verbunden. Manche Katzen lieben den Nervenkitzel und versuchen ihr Glück auch bei Ratten, großen Vögeln oder Kaninchen. Andere lassen die Pfoten von allem, was größer ist als eine Maus oder sich auch nur ansatzweise wehrhaft zeigt. Das jeweilige Vorkommen verschiedener Beutetiere bestimmt natürlich, was der freilebenden Katze grundsätzlich in ihrem Lebensraum als mögliches Beuteobjekt zur Verfügung steht. Was genau die Katze dann aber erjagt und verspeist, ist ihre freie Entscheidung. Das Gleiche gilt natürlich für den Zeitpunkt der Jagd. In der Wohnung lebt die Katze in einem vermeintlichen Schlaraffenland. Sie braucht sich nicht zu plagen, sondern bekommt das Futter serviert. In welcher Form dies geschieht, wie oft und zu welchen Zeiten, darüber hat die Katze allerdings keine Kontrolle. Dies gilt auch für viele andere Annehmlichkeiten.

Unterschied Nr. 3: Die Größe des Reviers

Das Revier von Katzen lässt sich in zwei Zonen unterteilen: In der Kernzone befinden sich die verschiedenen Schlafplätze und Futterstellen sowie im Fall von unkastrierten Kätzinnen das Nest. Jenseits der Grenzen dieser Kernzone beginnt das Streifgebiet der Katzen, das den zweiten Bereich ihres Reviers bildet. Hier unternimmt die Katze Erkundungsausflüge und geht auf die Jagd. Kernzone und Steifgebiet bilden zusammen das Revier. Die Streifgebiete verschiedener Katzenreviere können sich überlappen und werden häufig zeitlich aufgeteilt.

Verschiedene Studien haben sich mit der Größe von Kernzonen und Streifgebieten beschäftigt und mit der Frage, ob und mit wem diese geteilt werden. Eine Studie mit freilebenden europäischen Bauernhofkatzen hat als kleinste Kernzone einen Bereich von 0,1 ha, also etwa 1.000 qm ausgemacht. Dies entspricht zum Beispiel einer Fläche von 30 x 35 Metern, auf der sich die Katze absolut heimisch fühlt und sichere Schlaf- und Fressplätze nutzt. Die größte gemessene Kernzone erstreckte sich über 4.500 qm – dies gleicht einer Fläche von etwa 65 x 70 Metern. Und bei diesen Flächenangaben sind die Streifgebiete, die ja ebenfalls zum Revier gehören, noch gar nicht eingerechnet. In der Studie wurde gezeigt, dass die Tiere außerhalb der Kernzone regelmäßig von 100 bis 1.000 m zurücklegten. Potente Kater nehmen noch viel weitere Wege auf sich, um fortpflanzungsbereite Kätzinnen aufzusuchen.

Nach Angaben des statischen Bundesamts beträgt die durchschnittliche Fläche je Wohneinheit (Eigentum und Miete) in den neuen Bundesländern 77 Quadratmeter und in den alten Bundesländern 90 Quadratmeter (Stand Januar 2011). Diese Wohnungen sind dann in der Ausdehnung zum Beispiel etwa 8 x 10 oder 9 x 10 Meter groß. Im Vergleich zur kleinsten gefundenen Kernzone europäischer Bauernhofkatzen mit ca. 1.000 Quadratmetern sind unsere Wohnungen also winzig. Und für unsere Wohnungskatzen muss die Wohnung Kernzone und Streifgebiet abdecken, also wirklich ihren ganzen Lebensraum.

Es wurde in verschiedenen Studien auch untersucht, ob Kernzonen von mehreren Katzen geteilt werden: Dies ist in der Regel der Fall, und zwar sind es meist miteinander verwandte Kätzinnen, die sich diesen wichtigen Lebensraum teilen. Kater gehören manchmal auch dazu, bewegen sich aber eher am Rand der Gruppe – zum Ausgleich gehören manche Kater dafür offenbar gleich mehreren Katzengruppen an, zwischen deren Revieren sie hin und her wechseln. Ob die Kernzone geteilt wird und wie groß die Gruppe sein darf, ist maßgeblich abhängig von der Menge der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Ganz zentral ist dabei natürlich die Versorgung mit Futter. Werden die Ressourcen knapp, muss jemand gehen. Die höchste Katzendichte, also die höchste Zahl von Katzen auf einer bestimmten Grundfläche, wurde in einer Großstadt gemessen, und zwar in Jerusalem. Hier teilten sich 28 Katzen einen Hektar Fläche (100 x 100 m = 10.000 qm).

An dieser Stelle möchte ich jetzt ein bisschen mit dir rechnen: Wenn wir uns diese vergleichsweise sehr eng miteinander lebenden 28 Katzen auf 10.000 qm anschauen, wie viele von ihnen leben dann umgerechnet auf einer Fläche, die unseren durchschnittlichen Wohnungsgrößen entspricht? In unserer westdeutschen 90 qm großen Wohnung würden demnach 0,25 (28:10.000x90) Katzen, in der ostdeutschen, 77 qm großen Wohnung 0,22 (28:10.000x77) Katzen leben.

Eine Viertelkatze pro Wohnung? Gehen wir noch mal einen anderen Weg. Nehmen wir an, dass in jedem Katzenhaushalt durchschnittlich zwei Katzen zusammenleben. Wie viele Katzen hätten wir dann bei einer Hochrechnung von den durchschnittlichen Wohnungsgröße auf einen Hektar Wohnfläche? 222 Katzen auf 10.000 qm in den alten und 263 Katzen in den neuen Bundesländern (2/90 x 1.000 bzw. 2/77 x 1.000). Weil ein Hektar für die meisten von uns eine sehr abstrakte Größe ist, habe ich von zwei Katzen auf 90 qm noch einmal hochgerechnet auf verschiedene Flächen in Deutschland. Aus Hamburg kommend beginne ich mit dem Hamburger Stadtpark: Dieser umfasst ca. 150 Hektar und bei zwei Katzen je 90 qm würden 39.500 Katzen in ihm leben. Unvorstellbar! Ich mag Katzen wirklich gerne, aber in diesen Park würde ich keinen Fuß mehr setzen. Hier einige weitere Beispiele quer durch die Republik:

Hannover Tiergarten

29.500 Katzen

Berliner Tiergarten

44.500 Katzen

Englischer Garten in München

82.900 Katzen

Helgoland plus Düne

37.800 Katzen

Insel Rügen

21.688.900 Katzen

 

Und im Kölner Dom schließlich würden wir 178 Katzen vorfinden. Man kann mit einiger Sicherheit behaupten, dass freilebende Katzen niemals so eine relative Enge und Nähe zueinander wählen würden. Und ich möchte daran erinnern, dass ich den großzügigsten Durchschnittswert herangezogen habe, nämlich die westdeutsche 90 qm-Eigentumswohnung (und nicht die 64 qm-Mietwohnung in den neuen Bundesländern).

Das Lesen dieser letzten Seiten war wahrscheinlich nicht sehr angenehm, denn diese Art der Betrachtung der Wohnung als Lebensraum einer Katze bietet eine neue Perspektive auf die Lebensbedingungen, die wir unseren Katzen anbieten. Ich möchte dich damit aber nicht zu Kurzschlussreaktionen und unüberlegten Handlungen veranlassen. Stattdessen geht es mir darum, dass wir würdigen, welche unglaublichen Anpassungsleistungen unsere Katzen vollbringen, wenn sie sich in diese beengten Verhältnisse einpassen. Und ich möchte die absolute Notwendigkeit dafür aufzeigen, die Wohnungen so katzengerecht wie nur möglich zu gestalten und den Katzen artgerechte Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten. Dies ist die Voraussetzung für eine gewisse Lebensqualität für unsere Katzen, dient der Vermeidung von Verhaltensproblemen und ist die Bedingung dafür, dass Lernprozesse stattfinden bzw. gestaltet werden können.